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Kategorie: Aktuelles

Kultur-, bildungs- und jugendpolitische Positionen

BKJ-LogoGesellschaftlicher Zusammenhalt fußt auf kultureller und sozialer Teilhabe! Wer in Jugend, Kultur und Bildung investiert, stärkt die Grundlagen für Demokratie und Chancengerechtigkeit!

Kultur-, bildungs- und jugendpoltische Positionen unseres Bundesverbandes BKJ e. V.

 

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), der Dachverband der Kulturellen Bildung mit 56 Bundesfachverbänden und Landesdachorganisationen, stellt mit Sorge fest, dass der kulturelle und demokratische Zusammenhalt in Deutschland und Europa gefährdet ist. Rechtspopulismus und Radikalisierungstendenzen sowie die Ablehnung von Diversität und Inklusion stellen Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaftsordnung offen in Frage.

Zufriedenheit mit Demokratie hängt von Teilhabechancen ab: den Möglichkeiten, Gesellschaft mitzugestalten, der wirtschaftlichen Lage und den Zukunftsperspektiven, die Menschen entwickeln können.

Die Möglichkeiten für all dies sind jedoch ungleich verteilt. Die unterschiedlichen Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen werden zu wenig berücksichtigt. Vielen Menschen wird der Zugang zu dem verwehrt, was gesellschaftliches Leben im Alltag ausmacht: das eigene Lebensumfeld und damit auch die Gesellschaft mitzugestalten.

Unser Bildungssystem, die Angebote der formalen und nonformalen Bildung und auch die Möglichkeiten der Kulturellen Bildung bieten grundsätzlich gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen junger Menschen – aber nicht für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland! Dagegen müssen wir arbeiten – in einer Verantwortungsgemeinschaft aus Staat und Zivilgesellschaft.

Kulturelle Bildung kann einen wichtigen Beitrag leisten – für mehr kulturelle und soziale Teilhabe und gerechtere Bildungschancen. Dafür brauchen ihre Akteur/in- nen verlässliche Strukturen und Förderung.

Wir fordern daher von der Bundespolitik: 

Den Wert zivilgesellschaftlicher Strukturen für Demokratie und Zusammenhalt anerkennen

Für den demokratischen Zusammenhalt sind zivilgesellschaftliche Strukturen, die in der Praxis der Menschen vor Ort wurzeln, unverzichtbar. Die Organisationen der Kulturellen Bildung, Vereine, Verbände und Initiativen, sind solche Strukturen. Sie orientieren sich an der Vielfalt von Lebenslagen und Lebensorten. Ihre Reichweite, ihre Relevanz und ihre Nachhaltigkeit muss die Bundespolitik stärker als bisher anerkennen und unterstützen. Denn insbesondere freie Träger Kultureller Bildung schaffen mit ihrer Praxis Orte gesellschaftlicher Aushandlung. Sie bieten Gelegenheiten, um kulturellen und gesellschaftlichen Konsens kontinuierlich zu erarbeiten und zu leben. Damit machen sie Strukturen und Wege der politischen Mitbestimmung erfahrbar und schaffen eine wichtige Basis für Demokratie und Zusammenhalt.

Infrastrukturen der Kulturellen Bildung sichern und partnerschaftlich zusammenarbeiten

Voraussetzung dafür, dass zivilgesellschaftliche Strukturen der Kulturellen Bildung für Demokratie und Zusammenhalt wirksam werden können, ist die Sicherung ihrer Handlungsfähigkeit und Unabhängig- keit. Es ist wichtig, dass die „Weisheit der Vielen“ Gehör findet und ihre Forderungen ernstgenommen werden. Programme und Projekte der Kulturellen Bildung sollten daher nicht vorrangig staatlich gesteuert werden, sondern im Sinne der Subsidiarität und Partnerschaftlichkeit gemeinsam gestaltet werden. Wir fordern eine konsequente Orientierung am Subsidiaritätsprinzip und eine verlässliche Förderung der Fachstrukturen Kultureller Bildung, um deren Unabhängigkeit zu sichern.

Kooperationsverbot von Bund und Ländern in den Bereichen Kultur und Bildung abschaffen

Verantwortungsgemeinschaften von Bund und Ländern sind dringend nötig, um kul turelle Teilhabe und Bildungschancen zu verbessern. Das Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Bildungs- und Kulturbereich muss abgeschafft werden.

Insbesondere an die Kinder- und Jugendpolitik des Bundes richtet die BKJ die Forderungen:

Inklusive kulturelle Bildungslandschaften durch Strukturen und Programme ermöglichen

Die Träger der Kulturellen Bildung wollen einen Beitrag zur Verwirklichung des Zieles einer inklusiven Gesellschaft leisten, in der jeder Mensch mit allen Facetten seiner Persönlichkeit anerkannt ist und selbstverständlich teilhaben kann. Dafür müssen die Angebote und die Strukturen Kultureller Bildung weiter entwickelt und geöffnet werden. Zudem muss die Zusammenarbeit von außerschulischer Jugendarbeit, sozialräumlichen Partnern, Familien und Schulen durch Netzwerke und Quali tätssicherung verbessert werden. Dies ist die Voraussetzung, um chancengerechtes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Schnittfeld von informellen, nonformalen und formalen Bildungswelten zu unterstützen. Gebraucht werden mehr Möglichkeiten für Qualifizierung und die Weiterentwicklung von Methoden, Strukturen und Kommunikationspraxen.

Kulturelle Bildung von Anfang an ermöglichen

Um Kindern von Anfang an kulturelle Teilhabe und individuelle Förderung zu ermöglichen, muss Kulturelle Bildung in Kitas und der Eltern- und Familienbildung gestärkt werden. Gute kulturelle Bildungspraxis ist ein wesentlicher Motor für die Weiterentwicklung der Qualität von Kitas, denn ästhetische Bildung ist ein wesentliches Element frühkindlicher Bildung und Entwicklung. Benötigt wird eine Förderung für Implementierung, Qualifizierung und Vernetzung einer kulturellen Bildungspraxis mit jüngeren Kindern. Die lebendige Kooperationspraxis von kulturellen Partnern und Kitas muss stärker als bisher gefördert werden.

Mindestens 12 Mio. Euro für Kulturelle Bildung im KJP

Durch den Anspruch, vielfältigen Lebens- lagen junger Menschen und aktuellen gesellschaftliche Herausforderungen gerecht zu werden, haben sich die Aufgaben der Träger Kultureller Bildung deutlich ausgeweitet und sind komplexer geworden. Diesem Verantwortungszuwachs muss die Bundesjugendpolitik ebenso Rechnung tragen wie einem notwendigen Ausbau der Infrastruktur. Insbesondere in den letzten Jahren neu aufgebaute Fachstrukturen innovativer Praxisformen Kultureller Bildung, die viele Kinder und Jugendliche erreichen können, müssen endlich auch strukturell abgesichert werden. Die Bundesjugendpolitik muss mit einem Aufwuchs der Förderung der Kulturellen Bildung im Kinder- und Jugendplan auf mindestens 12 Mio. Euro ein deutliches jugendpolitisches Zeichen setzen.

FSJ und Bundesfreiwilligendienst: Bundes- mittel sichern und ESF-Förderung stärken

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst im Kulturbereich müssen qualitativ weiterentwickelt werden – insbesondere in Hinsicht auf Inklusion. Und sie müssen quantitativ abgesichert werden durch die Bereitstellung der notwendigen Bundesmittel für den kulturellen Bereich und die Fortführung der struktursichernden Förderung aus ESF-Mitteln. Der internationale Jugendfreiwilligendienst muss ausgebaut werden.

Eine Flexibilisierung der Vollzeitdienstpflicht in den Freiwilligendiensten für alle Altersgruppen ist dringend notwendig, um Teilhabemöglichkeiten zu verbessern. Die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen für die Freiwilligendienste müssen verbessert werden.

Ehrenamtliches Engagement

Kinder- und Jugendkultur erzeugt sogenannte „öffentliche Güter“, indem bürgerschaftliches Engagement sich partizipatorisch in die Gesellschaft einbringt. Auch im kulturellen Bereich muss das Ehrenamt von Bürokratie entlastet und bei Gesetzesvorhaben im Sinne eines Engagementchecks berücksichtigt werden.

Die internationale und die europäische Dimension der kulturellen Jugendbildung ausbauen

In einer globalisierten Welt haben Kinder und Jugendliche das Recht, Bildungsmöglichkeiten vorzufinden, die ihnen die Erfahrung der Internationalität, Komplexität und der Mobilität ermöglichen. Die Bundesjugendpolitik muss Organisationen der Kulturellen Jugendbildung finanziell dabei unterstützen, im Rahmen von professionellen Organisationsentwicklungsprozessen eine verbandliche Europäisierung oder Internationalisierung umzusetzen. Diese sollen es ihnen ermöglichen, jungen Menschen durch gemeinschaftliche Mobilitätserfahrungen ein europäisches und weltoffenes Bewusstsein zu vermitteln, das sie befähigt, den zunehmenden frem- denfeindlichen Tendenzen in den Ländern Europas entgegenzutreten. Die Bundesjugendpolitik sollte durch ein gezieltes Förderprogramm zur Europäi- sierung/Internationalisierung die internationale Dimension der Fachorganisationen der Kulturellen Bildung inhaltlich und strukturell stärken.

An die Bildungspolitik des Bundes richtet die BKJ die Forderungen:

Orte und Plattformen für einen wirkungsvollen Praxis-Forschungsdialog ermöglichen

Forschung für Kulturelle Bildung muss den Bedarf und die Erfahrung der bundesweiten Praxisfelder aufgreifen, um in der Praxis Wirkung zu entfalten. Damit dievorhandenen Erkenntnisse gehoben und nutzbar werden, brauchen Forschung, Fachstrukturen und Praxis Orte und Platt- formen für einen systematischen Dialog. Dieser ist erforderlich, um unterschiedliche Wissensformen zu reflektieren und miteinander zu verbinden. Ein solcher Forschung-Praxis-Dialog muss gemeinsam von Bundesbildungspolitik und Fachstrukturen erarbeitet werden.

Kulturelle Bildungsangebote und Vernetzung vor Ort weiterentwickeln

Das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ muss in seiner zweiten Phase in der Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Staat durch zusätzliche Vernetzungs-, Entwicklungs- und Strategieplattformen unterstützt werden, damit die kulturelle Bildungspraxis nachhaltiger für chancengerechtigkeit und Teilhabe wirksam werden kann. Die Bundesbildungspolitik muss zusätzlich und über die Programmdauer hinaus Initiativen und Angebote von Fachstrukturen in enger Zusammenarbeit mit den Ländern und den Kommunen fördern, welche vor Ort die Zusammenarbeit für Kulturelle Bildung stärken, um so zum Bil- dungserfolg beizutragen.

In die Weiterbildung und Qualität für Kulturelle Bildung investieren

Für kulturelle Bildungspraxis übernehmen viele Professionen Verantwortung – individuelle in den jeweiligen nonformalen oder formalen Bildungseinrichtungen ebenso wie in Kooperationsvorhaben. Sie ermöglichen damit altersadäquate Zugänge zu ästhetischen, künstlerischen, spielerischen, medialen und kulturellen Bildungs- und Teilhabeprozessen. Fachkräfte und Einrichtungen sehen sich mit wachsenden professionellen Anforderungen ebenso konfrontiert wie mit einem zunehmenden Interesse an einem breiten

kulturellen Bildungsangebot. Daher muss der Bund in die systematische Weiterentwicklung von Weiterbildungsangeboten und Qualitätssicherungsmaßnahmen investieren. Fachkräfte müssen dabei nicht nur auf eine inklusiv orientierte kulturpädagogische Praxis orientiert werden, sondern auch in ihren interprofessionellen Kompetenzen gestärkt werden.

An die Kulturpolitik des Bundes richtet die BKJ die Forderungen:

Kulturelle Bildung als eine Kernaufgabe von Kulturpolitik verankern

Kultureinrichtungen müssen als Orte der kulturellen Teilhabe und der gesellschaftlichen Verständigung gestärkt und weiter entwickelt werden. Um Integration und als kulturellen Prozess mitzugestalten sind kulturpolitische Impulse für Kulturelle Bildung seitens der Bundeskulturpolitik unverzichtbar. Sie muss Plattformen des Austauschs schaffen, die unter einem zeitgemäßen inklusiven gesellschafts- und kulturpolitischen Leitbild und unter Beteiligung der Akteure Kultureller Bildung auf Bundesebene stattfinden.

Kultureinrichtungen bei der diversitätsbewussten und inklusiven Öffnung unterstützen

Es ist eine langfristige kulturpolitische Aufgabe, den kulturellen Wandel in unserer Gesellschaft gemeinsam mit Initiativen, Kultureinrichtungen und -verbänden zu gestalten. Die Bundeskulturpolitik muss Kultureinrichtungen dabei unterstützen, diversitätsbewusste und diskriminierungssensible Öffnungs- und Veränderungsprozesse voranzutreiben.

Von der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik und der Außenpolitik fordert die BKJ:

Die Bedeutung der Fachorganisationen in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik anerkennen

Auch die Fachorganisationen der Kulturellen Bildung müssen in ihrer Rolle als zivilgesellschaftliche Mittlerorganisationen neben den klassischen Mittlerorganisationen offiziell anerkannt, gestärkt und in die Entwicklung von Strategien der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik eingebunden werden.

Kultureller Bildung in Partnerländern zu mehr Wirksamkeit und politischer Anerkennung verhelfen

Die nicht-formalen Bildungswirkungen von Maßnahmen der international agierenden Fachorganisationen der Kulturellen Bildung müssen durch Formen des fachlichen Austauschs und der Unterstützung beim Aufbau und Erhalt zivilgesellschaftlicher Strukturen neben dem klassischen Kulturaustausch und der Spracharbeit im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses eine sichtbare Rolle in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik spielen. Um diese Wirkungen erzielen zu können, müssen u. a. die restriktiven Visaregelungen für Partner aus dem Globalen Süden gelockert werden

Diese Forderungen wurden von der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) am 24. März 2017 in Wandlitz verabschiedet. (Auszug, die vollständige Fassung ist hier nachzulesen.

Film-Doku zum Theaterprojekt „Radikanten & Meer“ jetzt online

Unsere interkulturelle .lkj)-Theatergruppe „Radikanten & Meer“ fuhr vom 23.-27. August zum SommerCamp nach Havelberg. Dort in der „Old School“ wurde fünf Tage intensiv geprobt, gestritten, gelacht und gelebt. Ausgehend von der Problematik, dass die Teilnehmenden viele verschiedene Interessen hatten und sich nicht auf ein Stück oder Thema einigen konnte, entstand schließlich: „Stück oder kein Stück, das ist hier die Frage“  mit Anleihen von  Tschechow, Shakespeare und bei uns selbst. Irene Riyabenka und Reem Al-Rahmoun vom Offenen Kanal Magdeburg waren dabei und drehten eine Doku, die ab sofort in der OK Mediathek oder bei youtube unter diesem Link angeschaut werden kann: https://youtu.be/-FiduPG6FLQ 

 

 

 

 

 

Über die Gruppe:

Junge Menschen aus Afghanistan, Kurdistan (Syrien & Türkei), von der Krim/Ukraine und Deutschland spielen zusammen Theater. Sie bewegen sich und das Publikum auf tastenden Wegen aus Vergangenheit, Flucht und Angst über verworrene Wege der Hoffnung, Liebe und Sinnsuche zur neuen Heimat im Hier und Jetzt zwischen deutscher Theaterkunst, arabischer Tradition, von Brecht über Dürrenmatt bis Shakespeare.

Die Gruppe fand sich im Winter 2016/17 zusammen im Rahmen der .lkj)-Projekte     „Eigene Spuren suchen“ und der Jugendbildungsreferentin Elke Fiege. Vor dem Sommercamp hatte die Gruppe bereits zwei Auftritte, auf dem Teilhabe-Festival „Newroz 2017“ und zuletzt auf dem Ekmagadi-Kunst-Festival Magdeburg.  Weitere Mitspieler*innen fanden erst jetzt im Sommer zur Gruppe, manche mit oder die meisten ohne Theater-Erfahrung! „Stück oder kein Stück, das ist hier die Frage“ wurde am 26. August in Havelberg in der Old School und am 17. September in der Kleinen Markthalle in Stendal im Rahmen der Interkulturellen Woche aufgeführt.

Das Meer spielt bei vielen Lebensgeschichten der Theaterenthusiast*innen eine große Rolle im Guten wie im Schlechten. Radikanten sind Pflanzen, die überall heimisch werden können, Überlebenskünstler wie die frischen Schauspieler*innen aus Magdeburg.

Interessierte können gerne dazukommen!

Zeitensprünge Auftaktveranstaltung 2017

Am 28. September fand die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Zeitensprünge-Projekts der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. statt, organisiert vom Fachbereich Kulturelle Jugendbildung. Unter dem Motto „Alles nur Geschichte(n)?! – Kommunismus in Sachsen-Anhalt“ erhalten sieben Jugendgruppen aus Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, sich mit dem Thema Kommunismus in ihrer Region auseinander zu setzen und eigene Projekte zu verwirklichen. Dafür erhalten sie eine Förderung von 400 Euro. Am 28. September trafen sich die verschiedenen Gruppen zum ersten Mal in der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. in Magdeburg, um ihre Projektideen vorzustellen und sich nützliche Tipps und Anregungen für die Durchführung zu holen. Dazu war Hans-Jürgen Kant von der Zeitreise Manufaktur Magdeburg eingeladen, der den Jugendlichen vermittelt hat, wie man Geschichte auf anschauliche und alternative Art und Weise aufbereiten und darstellen kann. Nach einem Input zu Projektmanagement wurde noch über Fördermöglichkeiten für die Projekte informiert. In den nächsten Wochen werden die Jugendlichen Ihre Projektideen umsetzen und beim Jugendgeschichtstag am 15. Dezember im Forum Gestaltung Magdeburg präsentieren. Weitere Informationen hier.

Das Projekt wird gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Logo Stiftung Aufarbeitung

Stellenausschreibung Projektkoordination bei globalista

Stellenausschreibung

Für die Stelle der Projektkoordination bei globalista sucht der Landesverband Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.  befristet als Mutterschutz –bzw. Elternzeitvertretung vom 01.12.2017 – ca. 31.12.2018 eine*n  Projektkoordinator*in  (50% Beschäftigungsumfang / 20 Stunden wöchentliche Arbeitszeit, tägliche Anwesenheit). Diese Ausschreibung richtet sich an alle Bewerber*innen unabhängig von Alter, Geschlechtsidentität, zugeschriebener Behinderung, Religion, Herkunft, Nationalität oder sexueller Identität.

Das Projekt globalista ist ein Rückkehr und Qualifizierungsprogramm im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligenprogramms „weltwärts“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Qualifizierungsprogramm globalista unterstützt zurückgekehrte weltwärts-Freiwillige beim Ankommen. Ziele von globalista sind: Wissenstransfer von „Süd nach Nord“, Entwicklung attraktiver Vermittlungsformen für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und interkultureller Kompetenzgewinn sowie die Gestaltungskompetenz der Freiwilligen zu stärken und „weltwärts“ in der Mitte unserer Gesellschaft ankommen zu lassen.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Arbeitsstelle WELTBILDER durchgeführt, der Dienstort ist Münster. Der Arbeitsplatz ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich.

Die Aufgaben,

die Sie bei der Realisierung der Durchführungs- und Abschlussphase des Projekts erwarten, sind komplex und anspruchsvoll:

  • Selbständige konzeptionelle und methodische Arbeit bei allen Beteiligungsprozessen
  • Planung und Durchführung von Bildungsveranstaltungen wie Workshops, Seminare und Fachtagungen und Redaktionskonferenzen
  • Fortlaufende Kommunikation und Kooperation mit allen am Projekt Beteiligten, staatlichen und nicht-staatlichen Verantwortungsträger*innen
  • Kommunikation und Absprache mit der Projektleitung
  • Projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit inkl. Redaktion Website und Facebook
  • Selbständige fortlaufende Arbeitsplanung und -koordination sowie Projektmanagement:
    • Erstellung der Mittelanforderungen
    • Abrechnung der Mittel, Buchführung, Erstellung des Verwendungsnachweises, Dokumentation und Evaluation der Projektergebnisse

Anforderungen:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium in einem äquivalenten Studiengang wie z.B. Politikwissenschaften, Sozialpädagogik oder Kulturwissenschaften bzw. adäquate außeruniversitäre berufliche Kompetenzen.
  • Selbständigkeit und hohe Belastbarkeit, die der besonderen Schwierigkeit und Bedeutung der Tätigkeit angemessen ist
  • Gleichzeitige hohe fachliche Qualifikation und Kompetenz in allen Belangen von Projektmanagement
  • Nachweisliche besondere Kommunikations-, Moderations- und Präsentationskompetenzen
  • Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und besonders hohes Verantwortungsbewusstsein für alle Projektbelange
  • Sicherer Umgang mit der Deutschen Sprache in Wort und Schrift (entspricht Sprachniveau C1)
  • Kenntnisse in der Verwaltung, gute EDV Kenntnisse, Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit

Leistung:

  • Vergütung nach TVÖD 11,1
  • Vielseitige Tätigkeiten mit der Möglichkeit, selbständig zu arbeiten
  • Mitarbeit in einer großen NGO mit bundesweiten Kompetenzen

Arbeitsort:

Arbeitsstelle WELTBILDER e.V. 
Fachstelle für Interkulturelle Pädagogik und Globales Lernen
Althausweg 156
48159 Münster

Einen ersten Eindruck zur Tätigkeit bekommen Sie hier: www.globalista.org

Bitte richten Sie Ihre vollständige Bewerbung bis zum 31.10.2017 in digitaler Form an info@arbeitsstelle-weltbilder.de

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

U18-Wahl 2017 – auch mit der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.

Auch der Fachbereich Kulturelle Jugendbildung der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.  beteiligte sich an der Wahl mit einer selbstgebauten Wahlurne unter dem Motto „wählen gehen ist spielend leicht“. Das Wahllokal der .lkj) öffnete am 15.September  am Alten Markt in Magdeburg von 11 Uhr bis 15 Uhr und zog rund 30 Kinder und Jugendliche an um dort ihre Stimme abzugeben. Die meisten Stimmen gingen dabei für die CDU ein, gefolgt von der SPD und den Grünen.

Endergebnisse der U18-Wahl für Sachsen-Anhalt:

  • Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU/CSU) 26,03 %
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 17,39 %
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 14,07 %
  • Alternative für Deutschland (AfD): 11,28 %
  • DIE LINKE: 9,48 %
  • Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz: 6,40 %
  • Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI): 5,15 %
  • Freie Demokratische Partei (FDP): 4,51 %
  • Sonstige (<3%): 5,69 %

Wahlbeteiligung bundesweit: 219.918 abgegebene Stimmen

Endergebnisse der  U18-Wahl bundesweit:

  • Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU/CSU): 28,49 %*
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): 19,81 %*
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 16,60 %*
  • DIE LINKE: 8,08 %*
  • Alternative für Deutschland (AfD): 6,80 %*
  • Freie Demokratische Partei (FDP): 5,74 %*
  • PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei): 3,90 %*
  • Sonstige (<3%): 11,01 %*

*gerundete Zahlen

Europa geht weiter: Jugendgruppen auf Erkundungs-Tour in Brüssel

Vom 5. bis 7. September bot das Projekt „Europa geht weiter“ der .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. für die beteiligten Jugendgruppen ein vielfältiges Programm in Brüssel an.


Gruppenfoto im Rat der Europäischen Union (Gebäude Justus Lipsius)

Das Europaparlament und dessen Abgeordnete kennenlernen

Nach dem sich die Gruppen am Dienstag im Parlamentarium, dem multimedialen Informationszentrum des Europarlaments, einen ersten Überblick zur Geschichte, den Institutionen und Themen der Europäischen Union verschafft hatten, führte der nächste Programmpunkt die Teilnehmenden ins Europaparlament (EP). Dort wurden alle von Gesine Meissner (Mitglied des EP seit 2009, FDP) und Arne Lietz (Mitglied des EP seit 2014, SPD) empfangen. Beide berichteten über ihre Arbeit als Abgeordnete, ihre inhaltlichen Schwerpunkte und beantworteten darüber hinaus unterschiedliche Fragen der Jugendlichen. Im Anschluss nutzen einige der Teilnehmenden die Gelegenheit, um an den Fraktionssitzungen teilzunehmen und als Gäste die internationalen Diskussionen zu verfolgen.

Kulturelle Freiräume erleben

 
Kreativ-Aktion (Foto links) | Mini-Europa und Atomium im Hintergrund (Foto rechts)

Neben dem politischen Programm hatte das Jugend-Team verschiedene kulturelle Angebote für die Teilnehmenden vorbereitet. In einer Stadt-Rallye am Dienstagvormittag erkundeten die Jugendlichen auf kreative Weise das Leben in Brüssel, lernten Sehenswürdigkeiten kennen und kamen mit verschiedenen Menschen ins Gespräch. Besondere Freude hatten die Teilnehmenden am Mittwoch im Atomium und Mini-Europa.
Darüber hinaus gab es vier Kreativ-Aktionen. Mit Stoffbeuteln, Farben und Rollen übten sich die Teilnehmenden im „Raubdruck“. Gehämmert und gemalt wurde an einem gemeinsamen Kunstwerk, in der Fußgängerzone wurden kurze Aufnahmen für eine Radiosendung aufgenommen und etwas Geschick und Bewegung war in der Spiele-Gruppe im Park gefordert.

Zu Gast in der Landesvertretung: Präsentation und Diskussionsrunden

Teilnehmende im Saal der Landesvertretung Sachsen-Anhalts
Teilnehmende im Saal der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der EU

Den Donnerstag nutzte die Gruppe, um die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der Europäischen Union zu besuchen. Die Leiterin der Landesvertretung, Frau Dr. Henrike Franz, begrüßte alle Anwesenden und betonte, wie wichtig Studienfahrten zu den EU-Institutionen für Jugendliche sind und die Landesvertretung ebenfalls als Ort der Begegnung und des Meinungsaustauschs für unterschiedliche Personen und Organisationen zur Verfügung steht. Im Anschluss stellte John Wiedemann das Projekt vor und informierte über die bisherigen Aktivitäten der Jugendgruppen. John war im letzten Jahr Teilnehmer und engagiert sich seit Anfang des Jahres neben der Schule im Jugend-Team des Projekts.

Die Gäste der anschließenden Diskussionsrunden stellte Marcella Pach (Jugend-Team) vor: Robin Baltes (Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland), Chloé Berthélémy (Junge Europäische Föderalisten), Una Clarke (Europäisches Jugendforum), Ellen Durst (Europäische Kommission) und Klaus Hullmann (Europäischer Ausschuss der Regionen) in die Landesvertretung gekommen. Seitens der Landesvertretung nahmen Andreas Schweitzer und Dr. Martina Barth teil. In den Gesprächen stellten die Gäste ihre Arbeit in Brüssel vor und tauschten sich mit den Jugendlichen unter anderem über die Zusammenarbeit in der EU, berufliche Perspektiven junger Menschen, Erasmus+ und politische Bildung aus.

Förderhinweis

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des EU-Programms „Erasmus+“ und des Landes Sachsen-Anhalt.

Video vom Jugendevent 2017

Bereits im April trafen sich alle Jugendgruppen beim Jugendevent in der Jugendherberge Dessau-Roßlau. Das Video gibt einen kurzen Einblick in das dreitägige Programm.

Foto Instant Acts

INSTANT ACTS gegen Gewalt, Rassismus und Islamophobie 19. September bis 27. September 2017 in Sachsen-Anhalt

Junge Musiker, Akrobaten, Tänzer, Performer, Geschichtenerzähler aus Ägypten, Brasilien, Burkina Faso, Frankreich, Israel, Italien, Kroatien, Palästina, Polen und Tschechien gestalten im September und Oktober 2017 Projekttage in Schulen, Theatern und Jugendgefängnissen mit Workshops wie Beatbox, Breakdance, Capoeira, Fußball Freestyle, Hula Hoop, Jonglieren, Musik, Physical comedy, Singen, Storytelling, Theater und Trommeln. Im Anschluss werden die Workshopergebnisse untereinander gezeigt. Zum Abschluss findet das Spektakel der Künstler statt, wozu Eltern herzlich eingeladen sind. Die Tour führt durch Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Italien. Weitere Informationen www.interkunst.de.

INSTANT ACTS gegen Gewalt und Rassismus ist ein internationales Theaterprojekt der kulturellen Jugendbildung, das seit 1993 Projekttage überwiegend im ländlichen Raum initiiert. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren lernen mit konkreten künstlerischen Angeboten eine fremde Kultur kennen. Das hilft gegenseitige Achtung aufbauen und Frust spielerisch abbauen. Mit unterschiedlichen künstlerischen Kommunikationsmitteln kann man erfahren, wie Unterwerfungsrituale entstehen und wie sie abgewehrt werden können. Gegenseitige Achtung und Respekt vor»Fremden« und »Andersartigem« wird als positive Alternative zu Aggression und Abwertung erfahrbar. Und das alles ohne eine belehrende Floskel. Durch die Teilnahme am Projekt lernen die Jugendlichen sich selbst neu kennen. Anfangs vielleicht noch skeptisch oder abweisend, erfahren sie Entscheidungsfreude, Disziplin, Motivation und die Überwindung von Angst und Scham. Das Projekt trifft die Sprache der Jugend, überzeugt durch die Vielfalt der Angebote, das Temperament und Professionalität sowie Unkompliziertheit der Künstler im Umgang mit den Jugendlichen während der Workshops und im Abendprogramm.

Foto Instant ActsThe alt text for this image is the same as the title. In most cases, that means that the alt attribute has been automatically provided from the image file name.

Termine

  • Oschersleben BbS-Europaschule 19.09.2017 um 11.30 Uhr
  • Bernburg Carl-Maria-von-Weber- Theater 20.09.2017 um 19.00 Uhr
  • Klötze Sekundarschule „Dr. Salvador Allende“ 21.09.2017 um 16.30 Uhr
  • Staßfurt Salzlandtheater 22.09.2017 um 13.30 Uhr
  • Aschersleben Bestehornhaus 25.09.2017 um 13.30 Uhr
  • Gernrode Sekundarschule Hagenberg 26.09.2017 um 15.30 Uhr
  • Quedlinburg Bosseschule 27.09.2017 um 12.30 Uhr

Abdallah Damra (Vertex) – Palästina – Breakdance, Zeitgenössischer Tanz
Ahmad Kullab – Palästina – Breakdance, Zirkus
Aude Cattin – Frankreich – Jonglieren,
Cyr Wheel Badr Mohamed – Ägypten – Violine, Klavier, Stimme
Dawid Ziomek (Ziomal) – Polen – Freestyle Fußball
Gilad Shabtay – Israel – Physical comedy, Jonglieren, Akrobatik
Gabriela Russo – Brasilien – Capoeira
Larissa Vilas Boas Magalhães – Brasilien – Capoeira
Lena Witkowska – Polen – Schauspiel, Gesang
Mateusz Zadala – Polen – Schauspiel, physisches Theater
Marko Kalc – Kroatien – Hula Hoop, Schauspiel
Martina Pisciali – Italien – Storytelling
Moumouni Diarra – Burkina Faso – Trommeln, Ngoni, Gesang
Václav Novotný (Tiny Beat) – Tschechien – Beatbox
Arkadiusz Zi?tek – Casting, Regie
Til Dellers – Produktion, Erfinder von INSTANT ACTS

Der POWladen – 3 Wochen Kreativaction in Magdeburg

Bunte Jongliertücher, eine Batik-Wimpelkette, gestaltete Sitzboxen aus Holz oder die Bluetooth-Jukebox für die vielen Smartphone-DJs, das Team vom Projekt POWgames hat sich viele Aktivitäten und inspirierende Details überlegt, um die Zeit im POWladen anregend zu gestalten.

Vom 8. bis 25. August 2017 lud das POWgames-Projektteam der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. ein, im Ladengeschäft am Magdeburger Ulrichplatz kreativ zu werden und sich kennenzulernen. Der temporären Ladeneröffnung ging ein Open Call voraus, auf den sich lokale Kulturschaffende, Künstler*innen, Pädagog*innen und alle Menschen mit guten Ideen melden konnten. Aus den eingereichten Vorschlägen und anderen Ideen für Workshops und Aktivitäten wurde dann das Programm für den POWladen kreiert. Für drei Wochen im August hieß es dann beinahe täglich: Alle sind herzlich willkommen im POWladen!

Manche Aktivitäten wie zum Beispiel gemeinsames Tischtennisspielen und selbst entwickelte Spiele gab es täglich auszuprobieren, andere Aktivitäten wie eine digitale Schnitzeljagd mit Actionbound, Trommelbauen aus Baumarkteimern, eine Quiznacht mit der App Kahoot, selbst entworfene Stempel zu schnitzen, ein Auftritt einer lokalen Theatergruppe und der niederländischen Band „The T.S.Eliot Appreciation Society“, gab es nur an speziellen Tagen. Eine konstante Ausstellung von Werken der Künstler*innen des Zinnober e.V., einem Magdeburger Verein in dem Menschen mit Behinderung kreativ sind und Karikaturen des Wahl-Magdeburgers Felix Hentschels konnten immer während der Öffnungszeiten des POWladens betrachtet werden.

Das Projektteam kam mit vielen Menschen in Kontakt aus denen sich weitere gemeinsame Projekt- und Workshopideen ergeben haben. Im Fokus stehen das gemeinsame Entwickeln von analogen und digitalen Spielen und das Erforschen der eigenen städtischen Umgebung.

Auch weiterhin kann das Projektteam kontaktiert werden, das Projekt POWgames hat eine dreijährige Förderung von der Aktion Mensch und ist interessiert bis Herbst 2019 mit Schulen, sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen und anderen sozialen Initiativen, Workshops und Veranstaltungen im Bereich „Gaming“ und „Urbanes Lernen“ in Magdeburg zu gestalten.

Das komplette Programm des POWladens kann hier eingesehen werden: http://powgames.de/kick-off-festival/.

Auf dem facebook-Account sind viele Eindrücke vom POWladen zu sehen: www.facebook.com/UrbanesLernen

Die zukünftigen Aktivitäten des Projektes POWgames und die Kontaktdaten des Projektteams sind auch auf der Homepage zu finden: www.powgames.de.

Workshopalltag im POWladen
Workshopalltag im POWladen
Live-Musik vor dem POWladen
Live-Musik vor dem POWladen
Selbstgestaltete Trommelsticks
Selbstgestaltete Trommelsticks

Stellenausschreibung Bundesfreiwilligendienst (BFD) für Menschen mit Fluchterfahrung, 20 Wochenstunden ab Oktober 2017

Die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. sucht ab dem 01. Oktober 2017 eine*n Sozialpädagoge*in / Kulturpädagoge*in als Koordinator*in für das Projekt Bundesfreiwilligendienst (BFD)  für Menschen mit Fluchterfahrung.

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Bewerber*innen unabhängig von Alter, Geschlechts_identität, zugeschriebener Behinderung, Religion, Herkunft, Nationalität oder sexueller Identität. Menschen mit Migrationshintergrund werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Die Arbeitszeit wird 20 Stunden/Woche betragen (Einstufung angelehnt an TVÖD).

 

Aufgaben:

  • Organisation und Durchführung von Bildungsseminaren und Begleitmaßnahmen für die Teilnehmer*innen, Beratung von Interessierten und Bewerber*innen
  • Organisation und Durchführung von Einsatzstellenbesuchen und -treffen
  • Suche, Auswahl, Begleitung und Betreuung der Teilnehmer*innen
  • Akquise, Beratung und Betreuung der Einsatzstellen
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Präsentation des Projektes
  • Erstellen von Übersichten zur Einsatzstellen- und Teilnehmer*innen-Situation
  • Zuarbeit zur Abrechnung des Projektes

Anforderungen:

  • (Fach-)Hochschulabschluss Sozialpädagogik/soziale Arbeit, Kulturpädagogik, Kulturwissenschaften o.ä. und/oder einschlägige Berufserfahrungen,
  • Sicherer Umgang mit der Deutschen Sprache in Wort und Schrift (entspricht Sprachniveau C1),
  • pädagogische Fähigkeiten und Kenntnisse sowie dem Thema Inklusion sehr aufgeschlossen und bereit, dieses Thema weiter mit uns im Bereich Freiwilligendienste zu etablieren,
  • aktive Auseinandersetzung mit Anti-Diskriminierungsarbeit
  • gute bis sehr gute Kenntnisse der aktuellen Asylpolitik
  • sicheres Auftreten, Motivation und möglichst Berufserfahrung, Teamfähigkeit, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Kontaktfreudigkeit, Sozialkompetenz, Belastbarkeit, Durchhaltevermögen,
  • Kenntnisse in der Verwaltung, gute EDV Kenntnisse, Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit, PKW-Führerschein,
  • Kulturelle Interessen.

Wir bieten:

  • ein spannendes und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld in einem kulturellen Verein mit sehr guter Vernetzung in der kulturellen Landschaft in Sachsen-Anhalt,
  • einen Arbeitsplatz mit Platz für Freiraum und der Möglichkeit zur Weiterentwicklung,
  • die Einbindung in ein motiviertes und dynamisches Team,
  • eine offene und unkomplizierte Arbeitsatmosphäre,
  • Intensive Einarbeitung,
  • Flexible Arbeitszeiten und Heimarbeit sind bei besonderem Bedarf verhandelbar.

Dienstsitz ist in der Stadt Magdeburg. Die Tätigkeit ist vorerst befristet auf ein Jahr – eine Verlängerungsoption und ein Ausbau der Stelle besteht.

Die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. engagiert sich extern und intern gegen Diskriminierung und für ein gleichberechtigtes Miteinander. Über die tägliche Arbeit hinaus arbeitet die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. im Rahmen einer internen Arbeitsgruppe an der stetigen Entwicklung hin zu einer inklusiven Arbeitgeberin.

 

Der Arbeitsplatz ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich. Für weitere Informationen zum Arbeitsplatz kannst du uns jederzeit kontaktieren. Gerne informieren wir dich über Möglichkeiten der Anreise. Bei Bedarf sende uns deine Bewerbung mit Hinweisen für die Vorbereitung des Bewerbungsgesprächs zu.

 

Die Stelle wird öffentlich gefördert. Die Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Zuwendungsgeber*innen. Bewerbungsunterlagen werden nur bei Vorliegen eines ausreichend frankierten Rückumschlags an die*den Adressat*innen zurückgesandt. Elektronische Bewerbungen werden bevorzugt. Bei Einladung zu einem Bewerbungsgespräch werden Reisekosten nicht erstattet. Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich am 13. September 2017 statt. Deine aussagefähige, vollständige Bewerbung richte bitte bis zum 31. August 2017 an:

.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
Bereich Freiwilligendienste
Brandenburger Str. 9
39104 Magdeburg
Ansprechperson: Kirsten Mengewein
Telefon 0391-2445160 oder 2445168 Fax 0391-2445170
Web: www.lkj-sachsen-anhalt.de und www.lkj-freiwilligendienste.de
Mail: kirsten.mengewein@jugend-lsa.de oder fsj@jugend-lsa.de

Freiwilligendienste Kultur und Bildung // Teamfoto
Bilder der Sommeraktionswoche

Sommeraktionswoche in Großkayna

In den Sommerferien nichts zu tun? Nicht mit uns! Vom 10. – 14. Juli 2017 reisten elf Jugendliche in das Gruppenbildungshaus Großkayna, um dort gemeinsam ein buntes Programm in den Sommerferien zu absolvieren.
Nach verschiedenen Kennlernspielen am Nachmittag und der Vorstellung des Wochenprogramms war die Vorfreunde auf die darauffolgenden Tage geweckt. Mit einer sehr lustigen Rallye am Abend, bei der beispielsweise Passanten befragt, eine Dose Creme geleert oder ein Toilettensitz beworben werden musste, ging der erste Tag schnell vorbei.
Der zweite Tag begann direkt früh mit einem Warm-Up nach dem Frühstück. Mehr oder weniger wach für den Tag stand nun Improvisationstheater auf dem Plan. Noch leicht unsicher ging es in die ersten Spiele, bei denen kleinere Szenen und Dialoge improvisiert und dabei ständig die Rollen getauscht werden mussten. Die anfängliche Unsicherheit verflog schnell, als der Spaß an lustigen und absurden Situationen gefunden wurde und die ersten Requisiten zum Einsatz kamen. Über den ganzen Nachmittag mussten dann Texte einstudiert und geprobt werden, die anschließend vor der Gruppe präsentiert wurden. Nach dem Abendessen folge dann ein weiteres Highlight der Abendgestaltung: Das große Filmquiz. Zitate, Musik oder Personen aus verschiedenen Filmen sollten dargestellt oder erraten werden.
Am dritten Tag folgte der Programmpunkt, dem alle Teilnehmenden am skeptischsten gegenüberstanden: Das kreative Schreiben. Bereits nach der ersten Übung, dem freien Schreiben, war aber klar, dass dieses Gefühl unbegründet war. Über den ganzen Tag entstanden nun Kurzgeschichten, Märchen und Gedichte zu verschiedensten Themen und Gedankengängen. Am Abend folgte wieder eine lustige Rallye, bei der verschiedene Teamspiele aus unterschiedlichen Bereichen gemeistert werden mussten.
Der vorletzte Tag der Sommeraktionswoche stand wieder ganz im Zeichen des Theaters und der Bühne: Hier konnten die Teilnehmenden den ganzen Tag lang Bühnenbilder, Räume oder Bilder aus ihren Lieblingsfilmen oder –serien mit unterschiedlichsten Materialen in einem Schuhkarton bauen. Dabei entstand unter anderem ein Modell von Großkayna, das Wohnzimmer von Sherlock Holmes, der Tanzsaal aus „Die Schöne und das Biest“, das Buffet aus „Alice im Wunderland“ oder der berühmte Berg mit Jack aus „Nightmare Before Christmas“. Diese und weitere Ergebnisse der Woche wurden dann nach einem gemeinsamen Grillen am Lagerfeuer präsentiert.
Nach dem Aufräumen des Hauses stand als allerletzter Programmpunkt der fünf Tage noch die Auswertung an. Mit fast durchgehend positivem Feedback, tollen Erlebnissen, Erfahrungen und Ideen verließen alle Teilnehmenden und die beiden Betreuer*innen das Gruppenbildungshaus und traten mit gutem Gefühl die Heimreise an.

Bilder der Sommeraktionswoche

Bilder der Sommeraktionswoche