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Fünf neue Engagementbotschafter Kultur ernannt

Ernennung der Engagement-Botschafter Kultur für die Jahre 2016/17
Ernennung der Engagement-Botschafter Kultur für die Jahre 2016/17 durch Dr. Annette Schneider-Reinhardt (l.) und Kulturminister Rainer Robra (4.v.l.)

Bei einem Festakt in der Staatskanzlei in Magdeburg wurden die neuen „Engagementbotschafter Kultur“ durch Kulturminister Rainer Robra berufen. Organisiert von der Arbeitsgruppe „Bürgerschaftliches Engagement in der Kultur (AG BEK) unter der Leitung von Dr. Annette Schneider-Reinhardt wurden fünf Persönlichkeiten benannt.

Martin Hoffmann

Martin Hoffmann wurde von der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. vorgeschlagen.

Herr Hoffman wohnt in Magdeburg. Mit gerade 30 Jahren bringt er sich mit frischen Wind und vielen neue Ideen in die Kultur der Stadt Magdeburg ein.

Das Studium der Kommunikation und Medienbildung ist eine gute Voraussetzung neue Projekte zu imitieren.

Martin Hoffmann engagiert sich ehrenamtlich sehr aktiv in verschiedenen Bereichen der Kulturszene.

Neben der Unterstützung im „Willkommensbündnis Südost“ arbeitet er mit im „Culture Club Buchklub“ oder ist als Redakteur bei Magdeboogie, einer Kulturplattform im Internet tätig.

Bei all diesen Initiativen und Aktionen leistet er mit seinen von ihm initiierten kulturellen und künstlerischen Projekten einen wichtigen Beitrag in der Kunstszene von Magdeburg.

Darüber hinaus engagiert sich Martin Hoffmann bei der Freiwilligenagentur Magdeburg als Integrationslotse für Flüchtlinge, unterstützt sie in ihrem neuen Umfeld und fördert somit die kulturelle und soziokulturelle Integration der Magdeburger Neubürger.

Thomas Stieghahn

Thomas Stieghahn hat zwar nicht die „Magdeburger Theaterkiste“ e. V. gegründet, aber er hat sehr rasch die Leitung übernommen und leitet die Theaterstätte nun seit 1993.

Nachdem er bei sich die Leidenschaft zum Theaterspielen entdeckt hat, konnte er Mitstreiter finden, die dieses in Magdeburg bekannte Amateurtheater gemeinsam betreiben.

Dabei muss erwähnt werden, dass Herr Stieghahn im Grunde seit Ende der 1960er-Jahre im Amateurtheater aktiv ist – und zwar ehrenamtlich. Er war bis zur Wende aktives Mitglied des Amateurtheaters beim Magdeburger Armaturenwerk, dessen Leitung er auch innehatte – bis zur wendebedingten Auflösung.

Die Magdeburger Theaterkiste ist ein ehrenamtlich geführtes Theater und hat ein vielschichtiges Repertoire, z. B. Improtheater, Märchen und Liveacts. Der Begriff der „Kiste“ kommt daher nicht von ungefähr, denn das Ensemble und die Programme sind vielschichtig und sehr breit gefächert.

Zu seinem ehrenamtlichen Tätigkeitsfeld gehört u. a. die Theaterprogramme organisatorisch und künstlerisch zu planen, Theaterproben zu leiten oder den Theaterbetrieb am Laufen zu halten. Da ohne Werbung nichts zu machen ist, legt Her Stieghahn großen Wert auf Vernetzung und die Gestaltung von Programmheften.

Aber auch selbst auf der Bühne stehen und aktiv Theater spielen nehmen bei seinem ehrenamtlichen Engagement eine große Stellenwert ein.

Im Grunde steht Thomas Stieghahn seit ca. 45 Jahren! prototypisch für ehrenamtliches Engagement – nicht nur im Theaterbereich – in der Magdeburger Region.

Helmut Qual

Nach seinem Studium an der FH zum Wirtschaftsingenieur und Diplom- Staatswissenschaftler war er in verschiedenen beruflichen Funktionen tätig. U. a. von 1990 bis 2002 als Leiter des Ordnungsamts bzw. von 2006 bis 2009 als Fachdienstleiter für Kreisentwicklung im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Von 2002 bis 2006 war Helmut Qual Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt u.a. als tourismuspolitischer Sprecher.

Auch politisch ist Herr Qual seit 1990 aktiv für unser Bundesland:

Von 1990 bis 2013 als FDP-Kreisvorsitzender, Kreisverband SGH, später MSH,- seit 2013 ist er Ehrenvorsitzender FDP-Kreisverband. Von 1993 bis 2007 war er Mitglied des FDP-Landesvorstandes.

Mitglied des Kreistages Landkreis SGH und stellv. Vorsitzender des Kreistages war er von 2004 bis 2007 und von 2007 bis 2014 gehörte er dem Stadtrat Sangerhausen, als stellv. Fraktionsvorsitzender an. Seit 20214, ist er nun als sachkundiger Einwohner im Kreistag MSH und Stadtrat SGH (Finanzausschuss) tätig.

Neben all diesen politischen und staatlichen Aufgaben hat er sich Zeit für seine Ehrenämter genommen. So z. B. ist er Fördermitglied Selbsthilfegruppe Deutsche Multiple Sklerose, SGH, Mitglied des Vorstandes im Förderverein „Freunde des Rosarium Sangerhausen e.V.“. Er unterstützt die Arbeit des Freundes- und Förderkreis der Kreismusikschule als Vorstandsmitglied und ist Mitglied des Freundeskreis „Orgeldreieck Hildebrandtorgeln SGH-Pölsfeld-Sotterhausen“ sowie im Chor der Kantorei St. Jacobi.

Auch die „Initiative Erinnern und Gedenken“ der Stadt Sangerhausen wird von ihm unterstützt.

 

Erhardt Berner

Die Mundarten werden in Sachsen-Anhalt in vielen Regionen ausschließlich durch das ehrenamtliche Engagement der Bürger gepflegt.

So auch durch Herrn Berner aus Dessau, der die Mundartgruppe „Mundartgruppe 2011 Dessau-Roßlau“ mitbegründet hat und diese seitdem mit großem persönlichen Einsatz und Engagement leitet.

Von Anbeginn werden nun in jedem Jahr in Dessau und Umgebung zahlreiche sprachpflegerische Veranstaltungen für die anhaltische Mundart durchgeführt. Dabei sucht Herr Berner die Zusammenarbeit mit anderen Heimatvereinen und Mundartgruppen in der Region Anhalt und darüber hinaus. So auch nach Köthen zu der Gruppe des anhaltischen Vereins.

Weiterhin ist er als projektbezogenes Mitglied im Arbeitskreis Sprache des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e.V. (LHB) aktiv. Mit eigenen Aktivitäten und Lesungen unterstützt er aktiv die Mundartveranstaltungen des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt in der Region Anhalt, wie z. B. zum Sachsen-Anhalt-Tag in Dessau.

Mit der Berufung von Herrn Erhardt Berner zum Engagementbotschafter für Kultur möchten wir der Pflege regionaler Sprache und regionaler Literatur eine höhere Wertschätzung zukommen lassen.

Henning Krüger

Henning Krüger ist Gründungsmitglied des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins und seit seinem Ruhestand wieder ein ganz aktives Mitglied. Des Weiteren ist er ehrenamtlich im Wiepker Mühlenverein und im Altmärkischen Geschichtsverein tätig.

Er setzt sich engagiert für regionalgeschichtliche Themen ein, arbeitet wissenschaftlich und gab schon mehrere historische und fachspezifische Bücher heraus. Außerdem arbeitet er in jedem der oben genannten Vereine im Vorstand mit, initiiert, motiviert und organisiert Projekte und Veranstaltungen.

Besonders hervorzuheben ist sein integratives und kollegiales Wirken.

Mit Freude übernimmt er z. B. Führungen von Schulklassen auf dem Burggelände von Kalbe, um ihnen die Bedeutung und Besonderheiten der alten Anlagen zu vermitteln und somit bei den jungen Menschen ein Verständnis für die altmärkische Heimat zu entwickeln.

Ein großer Verdienst seines Wirkens besteht des Weiteren darin, dass es ihm gelungen ist, 35 Freiwillige für die Öffnung des Heimatmuseums zu engagieren – eine ehrenamtliche Tätigkeit, die allen Beteiligten seither viel Freude bereitet.

Am 20. August 2016 beging der Kalbenser Kultur- und Heimatverein sein 25-jähriges Jubiläum, dies war ein guter Anlass das Wirken von Henning Krüger zu würdigen und ihn als Engagementbotschafter vorzuschlagen.