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Was ist kulturelle Kinder- und Jugendbildung?

Ob Musik, Theater, Tanz, Literatur, Bildende Kunst oder audio-visuelle Medien: Jedes kulturelle Bildungsangebot erschließt jungen Menschen eigene Ausdrucksmöglichkeiten. Kinder und Jugendliche setzen sich aktiv und spielerisch mit der eigenen und der Lebenssituation anderer auseinander. Sie lernen zum Beispiel den kompetenten Umgang mit Medien, die sie ständig umgeben. Indem sie sich offensiv mit sich verändernden Kommunikationsformen auseinander setzen, stärken sie ihre Urteilskraft und Handlungsfähigkeit. Junge Menschen reifen zu selbstbewussten Persönlichkeiten heran, die sich in die Gestaltung ihres Alltags im besten Sinne des Wortes ‚einmischen‘.

Kunst und Kultur als integrative und soziale Kraft

Kulturelle Jugendbildung ist in der Regel ein Zusammenwirken in Gruppen. Ob gemeinsam ein Theaterstück erarbeitet, musiziert, kreativ experimentiert oder getanzt wird: Kinder und Jugendliche lernen auf spielerische Weise soziales Verhalten. In vielen Jugendkulturprojekten spielen so wichtige Themen wie zum Beispiel Ökologie, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit eine Rolle. Hier erarbeiten sich junge Menschen selbständig neue Einsichten in gesellschaftliche Verhältnisse. Einsichten, die den Weg frei machen für mehr Engagement und Toleranz gegenüber dem Fremden und Andersartigen.

Kunst und Kultur als grenzüberschreitende Kraft

Jugendkulturarbeit leistet kreative Beiträge zur internationalen Verständigung über Sprachbarrieren hinweg. Grenzüberschreitende Projekte und Begegnungen eröffnen die Chance, sich mit fremder Kunst und kulturellen Unterschieden produktiv auseinander zu setzen. Dadurch werden zugleich unverzichtbare Freiräume und Experimentierfelder für die Gestaltung eines friedlichen, gemeinschaftlichen Lebens geschaffen. Denn es sind die jungen Menschen von heute, die unsere Welt von morgen mit Leben erfüllen werden.

Die Förderung von Kinder-, Jugend und Soziokultur ist Ausdruck einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Aktivitäten in diesem Bereich werden von Fachorganisationen, Initiativen, Vereinen und Einrichtungen geleistet. Die Vielfalt verlangt gegenseitige Information und Abstimmung. Die Träger kultureller Jugendbildung haben sich in Dachorganisationen zusammengeschlossen, um Strukturen weiter zu entwickeln und die Förderung der kulturellen Jugendbildung abzusichern.

Mit Bildung Modernisierungsprozesse bewältigen

Für die kulturelle Bewältigung anstehender Modernisierungsprozesse und des gesellschaftlichen Wandels ist der praktische Umgang mit den Künsten, der kreative Gebrauch von Medien und Spiel von entscheidender Bedeutung. Kulturelle Bildung, verstanden als Allgemeinbildung, ist die Befähigung des einzelnen Menschen, die komplexen gesellschaftlichen Veränderungen begreifen und mitgestalten zu können. Vor allem der Wandel der Arbeitsgesellschaft, die Entwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologien, die Globalisierungsprozesse und die Ökonomisierung des gesamten Lebens fordern ein verstärktes bildungspolitisches Engagement, das auch die kulturelle Bildung entschieden mit einbezieht.

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Kulturelle Bildung muss eine öffentliche und vor allem auch staatliche Aufgabe bleiben. Vom Markt lässt sich aufgrund seiner – in anderen Gesellschaftsfeldern vorteilhaften – Funktionsweise nicht erwarten, dass er „Bildung für alle“ ermöglichen wird.

Bildungspolitik auf allen Ebenen des Staates hat die Verantwortung, geeignete Unterstützungssysteme für individuelle Bildungsprozesse bereitzustellen. Dies muss neben Schule und Hochschule, neben beruflicher Bildung und Weiterbildung die außerschulische Bildung ausdrücklich mit einbeziehen. Bildungspolitik ist dafür verantwortlich, die grundsätzliche Chancengleichheit im Zugang zu Bildungsangeboten zu sichern.

Bildungspolitik muss die emotionale, soziale und vor allem künstlerisch-ästhetische Dimension des Menschseins berücksichtigen. Daraus folgt, dass kulturelle und künstlerische Bildung als ein integraler Bestandteil eines umfassenden und zeitgemäßen Bildungskonzeptes verstanden werden muss und entsprechend von der Bildungspolitik einzubeziehen ist.

Die Entwicklung von (kultureller) Bildung findet sowohl in formalisierten Bildungsgängen als auch in offenen Formen statt. Beide Formen benötigen öffentliche Hilfe, sollen keine sozialökonomischen Zugangsschranken errichtet werden.

Kulturelle Bildung als lebenslanger Prozess erfordert ein Bildungssystem, das für alle Lebensalter entsprechende Möglichkeiten bereitstellt.

Die neuen Medien stellen eine Herausforderung für die Bildungspolitik und die praktische Bildungsarbeit dar. Neben informationstechnischer Qualifizierung ist die kulturelle Bewältigung dieser neuen „Kulturtechniken“ von entscheidender Bedeutung: Lesen, Schreiben und Rechnen bleiben weiterhin aktuell. Die Rolle der Phantasie, Sinnlichkeit und Imagination, die zu einem erfüllten Leben gehören, bedarf aller Medien: der künstlerischen und der technischen. Eine zukunftsfähige Bildungspolitik muss dies berücksichtigen.

Bildung und die neuen Herausforderungen gesellschaftlicher Entwicklung

Die Komplexität der gesellschaftlichen Veränderungsprozesse braucht eine Politik für eine Bildungsgesellschaft. Dieses Konzept geht über die Vorstellung einer „Wissens- und Informationsgesellschaft“ hinaus. „Wissen“ ist mehr als wissenschaftliches Wissen, ist mehr als die Nutzung der reichhaltigen Möglichkeiten der neuen Informationstechnologien, die im Mittelpunkt der Wissensgesellschaft stehen. Wissen ist auch Alltags- und Erfahrungswissen, ist Geschichtsbewusstsein, Wahrnehmung und Intuition, ist die Kenntnis von Herkunft, Herstellungsweise und Verwendungszusammenhang von wissenschaftlichem Wissen. Wissen ist vor allem nur eine Dimension dessen, was Menschsein ausmacht. Der Mensch weiß nicht nur: er denkt, fühlt, handelt, urteilt und bewertet. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass neben einem kognitiven und wissenschaftlichen Weltzugang entschieden ein künstlerischer und spielerischer Umgang mit der Welt und mit sich selbst zum Menschsein gehört. Genau diese Komplexität macht Bildung aus und ist Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit im Sinne der Verständigung auf gemeinsame Ziele, der Sicherung des sozialen Zusammenhangs, der gesellschaftlichen Position des Einzelnen und letztlich auch der Sicherung der ökonomischen Leistungsfähigkeit des Landes.

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Gebildet zu sein heißt, sich orientieren und in Übereinstimmung damit handeln zu können. Bildung ist weit mehr als eine Menge an Information oder bloße Vorbereitung auf das „eigentliche“ Leben. Sie ist selbst Lebensform, sinnerfüllte Tätigkeit, die dem Einzelnen Teilhabe an sozialen, kulturellen und politischen Prozessen ermöglicht. Und dies gilt in besonderer Weise für kulturelle Bildung. Eben weil Bildung Orientierung in einer sich schnell wandelnden Welt ist, muss sie individuell Vergangenheit mit Zukunft vermitteln, muss sie gesellschaftlichen Wandel bewerten und gestalten helfen, ist sie die entscheidende Kompetenz zur Gestaltung des eigenen Lebens. Ein komplexes Konzept von Bildung wird dieses gewährleisten können, das heißt ein Konzept, das auch die Bildung mit allen Sinnen fördert und die Förderung der Künste und der kulturellen Bildung in den unterschiedlichsten Bereichen entsprechend gewichtet.

Auf dem Weg des gesellschaftlichen Wandels zur Informations- und Wissensgesellschaft beschleunigt durch eine immer rasantere Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie sind Kompetenzen in diesem Bereich unabdingbar. Medienkompetenz ist die Fähigkeit, Medien und deren Inhalte den eigenen Bedarfen entsprechend zu nutzen. Durch den gesellschaftlichen Wandel, hat der-/ diejenige Vorteile, der die Medien für sich nutzen und einsetzen kann.

Ein wichtiges gesellschafts- und bildungspolitisches Ziel ist daher die Steigerung von Medienkompetenz. Insbesondere auf Computer- und Internetkenntnisse kann mittlerweile in keinem Lebensbereich mehr verzichtet werden. Kommunikationsprozesse werden mehr und mehr über dieses Medium aufgebaut und verlangen eine Nutzung dieser. Wir stehen heute bereits einem sehr breit gefächerten multimedialen Informationsangebot gegenüber. Die Herausforderung liegt darin, aus dieser kaum zu überblickenden Informations-, Bilder- und Textflut die wichtigen und relevanten Informationen herauszufiltern.

Bildung als Teil einer Kultur des Aufwachsens

Über die entscheidenden Entwicklungslinien des gesellschaftlichen Wandels herrscht zur Zeit ein weitgehender Konsens. Allerdings ist dieser Wandel geprägt von Ungleichzeitigkeiten und Widersprüchen. Nahezu alle aktuellen Konzepte zur Erfassung dieses Wandels – z. B. „Globalisierung“, „Individualisierung“, „Pluralisierung“, – sind äußerst ambivalent. So steht der Entwicklung zum Weltbürger das Handeln als Bürger einer Nation gegenüber, der kulturellen Globalisierung der Erhalt des individuellen kulturellen Reichtums, dem Erhalt traditioneller Werte die Herausforderungen der Moderne, der extremen Wissenserweiterung, die begrenzte menschliche Fähigkeit zur Wissensaufnahme. Die Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit des auf den ersten Blick Unvereinbaren ist eine schwer zu bewältigende Aufgabe für jeden Einzelnen. Eine umfassende Bildung des Menschen kann hier die Voraussetzungen bieten, mit diesen Widersprüchen und Ambivalenzen konstruktiv umzugehen.

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Besonders auf das Leben von Kindern und Jugendlichen wirken sich die veränderten und sich verändernden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen aus. Das Aufwachsen junger Menschen in Deutschland wird heute zunehmend bestimmt durch wenig konstante Kleinfamilienverhältnisse, problematische Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, finanzielle und sozialräumliche Ungleichheiten, Umwelt- und Gesundheitsrisiken sowie ein multikulturelles und multimediales Lebensumfeld.

Individuelle Möglichkeiten und Handlungsspielräume scheinen grenzenlos, während sich zugleich die individuellen Risiken des Scheiterns in der Lebensplanung vergrößern. Der Arbeitsmarkt erwartet von jungen Menschen umfassende Kompetenzen wie Flexibilität, Eigenverantwortung und Kreativität, ohne ihnen hierfür aber ausreichende und innovative Angebote an Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten. Die Quantität zusätzlicher Informations- und Konsummöglichkeiten wird nur dann zu einer befriedigenden neuen Qualität der zwischenmenschlichen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen, wenn unterstützende Orientierungssysteme und kommunikative Räume vorhanden sind.

Eine neue Bildungsoffensive muss insbesondere sinnstiftende und wertebildende Angebote entwickeln, die auf ein selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortbares Leben vorbereiten. Sie muss stärker als bisher das Aufwachsen junger Menschen „in der Krise“ (vgl. Shell-Studie Jugend) berücksichtigen und dazu beitragen, dass bei aller Komplexität von Problemen und Themen, bei aller Ambivalenz und Widersprüchlichkeit gesellschaftlicher Entwicklungen, der junge Mensch seine Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten erfahren und bewusst nutzen lernt.

Aus bildungs-, kultur-, und jugendpolitischer Sicht ist daher zu fordern, alles zu tun um durch eine offensive Bildungspolitik und eine breite Bildungsinitiative die Menschen in Deutschland in die Lage zu versetzen, die anstehenden Zukunfts- und Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. Konzeptionell bedeutet dies, aufgrund der Komplexität der Herausforderungen, von einem entsprechend komplexen Verständnis von Bildung auszugehen, wie es beispielsweise auf internationaler Ebene im Kontext der UNESCO der Delors-Bericht tut, der von den „vier Säulen der Bildung“ spricht:

  • lernen, Wissen zu erwerben,
  • lernen zu handeln,
  • lernen, zusammen zu leben
  • lernen für das Leben.

 

Bildung und Kultur für alle

Bildung ist die subjektive Seite von Kultur, wenn Kultur in einem weiten Sinne als die von Menschen gemachte Welt verstanden wird. Dann erfasst Kultur all diejenigen Dinge und Formen, die der Mensch mit seinem Geist und seiner Emotion, mit seiner Phantasie und Tatkraft gestaltet hat und ständig gestaltet, mit Wissenschaft, mit Kunst und Technik, Religion, mit Wirtschaft und Politik, so dass die Welt zu seiner Welt wird. In dieser Welt sich entdeckend, deutend und gestaltend zu bewegen: das ist Bildung. Als solche ist Bildung immer auch ein lebenslanger Prozess, der sowohl in formalen Bildungsgängen und zu bestimmten Zeiten als auch im täglichen Alltagshandeln geschieht und grundsätzlich nicht abgeschlossen werden kann. Kulturelle Bildung ist dabei derjenige Aspekt der Bildung, der sich in besonderer Weise auf Wahrnehmung und ästhetisch-künstlerische Gestaltung bezieht.

Kulturelle Bildung ist der Zentralbegriff der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.. Die .lkj) begrüßt daher nicht nur die Wiederbelebung einer breiten bildungspolitischen Diskussion in der Gesellschaft, sondern auch die Tatsache, dass ein umfassender Bildungsbegriff eine neue Relevanz in der Jugendpolitik, im Bildungswesen und in der Arbeitswelt erhält.

Insbesondere liegt der .lkj) an einem Bildungsverständnis von kultureller Bildung als Allgemeinbildung und einer intensiven Zusammenarbeit unterschiedlicher Bildungsträger. Die Kooperation von Schule, Ausbildungs-, Jugend-, Sozial- und Kulturbereich ist der Schlüssel für eine umfassende Persönlichkeitsbildung junger Menschen.

Impulse zur Bildungspolitik für junge Menschen

Organisationen, wie die .lkj) geben Impulse zur Bildungspolitik

  • durch die Thematisierung einer sinnvollen Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Einrichtungen;
  • durch die Thematisierung des Qualifikationsbedarfs in der Weiterbildung;
  • durch die Entwicklung von Bildungskonzepten, die auf ein lebenswelt- und handlungsbezogenes Verständnis von Lernen abzielen und anregen – eben im Sinne von kultureller Bildung als Allgemeinbildung – Kindern und Jugendlichen über künstlerische Medien Wege zu erschließen, die Welt in ihrer Vielfalt und Komplexität zu begreifen und verantwortungsbewusst mitzugestalten;
  • durch innovative Konzeptanregungen zur Förderung der Medienkompetenz und das Einbringen einer subjektbezogenen und kulturellen Sichtweise in der Diskussion um die Neuen Medien;
  • durch eine Beteiligung an wichtigen gesellschaftlichen Diskursen auch außerhalb der Kultur-, Jugend- und Bildungspolitik, wie etwa der Umwelt- oder Arbeitsmarktpolitik, in die sie die Sichtweise ihres Arbeitsansatzes „Kulturelle Bildung“ einbringt;
  • durch Parteinahme für Jugendästhetik und die kulturelle Produktivität von Kindern und Jugendlichen „mit allen Sinnen“ und im Umgang mit verschiedensten Materialien und Medien.

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Dem Motto „Kultur und Bildung für alle“ verpflichten sich die Akteure der kulturellen Bildung in besonderer Weise, Fragen der Benachteiligung und Ausgrenzung – sei es in ökonomischer, politischer, ethnischer, geschlechtsspezifischer Hinsicht oder im Hinblick auf Behinderungen – zu thematisieren. Wichtig ist dabei auch eine stärkere Öffnung der kulturellen Bildung für die Erfordernisse interkulturellen Zusammenlebens. Im konkreten kulturellen und künstlerischen Tun kulturelle Vielfalt nicht als Bedrohung erleben zu müssen, sondern als eine Bereicherung, die produktiv genutzt werden kann, ist die Chance und Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben. Und nicht zuletzt erwartet sie von einer zukunftsfähigen Bildungspolitik die offensive Unterstützung demokratischer Kompetenzen und erweiterte Formen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

Kulturelle Bildung im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung hat unter den bildungstheoretischen Prämissen von Offenheit, Reflexivität und Zukunftsfähigkeit zum Ziel, Lernenden ein systematisch generiertes und begründetes Angebot zu den Themen, Aufgaben und Instrumenten von nachhaltiger Entwicklung zu machen. Das Angebot ist so aufgebaut, dass die Lernenden die Möglichkeit zum Erwerb der Kompetenzen haben, an der zukunftsfähigen Gestaltung der Weltgesellschaft aktiv und verantwortungsvoll mitzuwirken und im eigenen Lebensumfeld einen Beitrag zu einer gerechten und umweltverträglichen Weltentwicklung leisten zu können. Dieses Ziel der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung lässt sich unter dem Begriff des Erwerbs von Gestaltungskompetenz bündeln*.

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Gestaltungskompetenzbesitzen bedeutet, über solche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen zu verfügen, die Veränderungen im Bereich ökonomischen, ökologischen und sozialen Handelns möglich machen, ohne dass diese Veränderungen immer nur eine Reaktion auf vorher schon erzeugte Problemlagen sind. Mit der Gestaltungskompetenz kommt die offene Zukunft, die Variation des Möglichen und aktives Modellieren in den Blick.

Die Zukunft im Sinne der Nachhaltigkeit selbstbestimmt gestalten zu können setzt ein erhebliches Maß an neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten voraus, die durch kulturelle Bildungsprojekte erworben werden können:

  • Die Kompetenz vorausschauend zu denken
  • Die Kompetenz zu weltoffener Wahrnehmung, transkultureller Verständigung und Kooperation
  • Die Kompetenz interdisziplinär zu arbeiten
  • Partizipationskompetenzen
  • Die Planungs- und Umsetzungskompetenz
  • Fähigkeit zur Empathie, Mitleid und zur Solidarität
  • Die Kompetenz, sich und andere motivieren zu können
  • Die Kompetenz zur distanzierten Reflexion über individuelle wie kulturelle Prozesse.

Katrin Brademann / Axel Schneider