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Gegen ein Klima der Angst und Denunziation! Aufruf zum Mitzeichnen

Aufruf für Demokratie!

Ein breites Bündnis von Akteur*innen aus Kultur, Gewerkschaft, Jugendhilfe,Wohlfahrt und Kirche weist die diffamierenden Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurück!

Magdeburg, 19. März 2018 – Viele Menschen engagieren sich bei zivilgesellschaftlichen Trägern, in Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Parteien und lokalen Initiativen für eine demokratische Alltagskultur. Dieses Engagement in Kultur, Bildung, Wohlfahrtspflege, Kirche und Gewerkschaft wird insbesondere durch rechtspopulistische Akteure diffamiert und in Frage gestellt.
Seit der Landtagswahl vor zwei Jahren verfügt dieser Angriff auf die demokratische Zivilgesellschaft mit der AfD-Fraktion über ein parlamentarisches Podium. Ob durch Redebeiträge im Plenum, durch Kleine und Große Anfragen zu einzelnen Trägern oder durch das Einsetzen einer Enquete-Kommission gegen „Linksextremismus“ – stets werden parlamentarische Kontrollinstrumente durch die AfD genutzt, um das solidarische und vielfältige Miteinander, das eine demokratische Gesellschaft ausmacht, in Frage zu stellen.
Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Trägern will das nicht länger hinnehmen und setzt diesem undemokratischen Agieren ein deutliches Signal entgegen. Die Akteur*innen leisten mit ihrem Engagement einen zentralen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Sie engagieren sich für die Menschen und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Rassismus und Rechtspopulismus haben in diesem Wirken der Träger keinen Platz. Gleichzeitig rufen die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen all jene, die an diesen Werten festhalten, auf, derartige Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurückzuweisen und das notwendige Engagement für eine lebendige Demokratie und ein lebenswertes Sachsen-Anhalt – auch und gerade im Landtag – zu verteidigen.
Die Position „Gegen ein Klima der Angst und Denunziation“ wird von 54 Trägern als Erstunterzeichner*innen getragen. Weitere Informationen – auch zum Mitzeichnen der Erklärung – finden sich hier: www.zivilgesellschaft-sachsen-anhalt.de.

Der Aufruf im Wortlaut:

Gegen ein Klima der Angst und Denunziation
Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurückweisen
In den Reihen der zivilgesellschaftlichen Träger, in den Parteien von CDU bis Linkspartei, in Gewerkschaften, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden engagieren sich unzählige Menschen gemeinsam für eine demokratische Alltagskultur in Sachsen-Anhalt. Voraussetzung dafür ist ein gesellschaftliches Klima, das die Freiheit jedes und jeder Einzelnen, den Schutz vor Gewalt, die Anerkennung von Vielfalt und eine Kultur des Respekts garantiert. Im Rahmen einer solchen Kultur sind wir jederzeit bereit, unsere Arbeit sachlich zu erläutern, in einen fachlichen Austausch zu treten und Kritik offen zu begegnen.
Mit ihren parlamentarischen Redebeiträgen, Anfragen an die Landesregierung oder auch der Einrichtung einer Enquete-Kommission „Linksextremismus“ sucht die AfD allerdings nicht die sachliche Auseinandersetzung, sondern greift zivilgesellschaftliche Träger und staatliche Institutionen an und verunglimpft sie. Damit wird ein Klima des Misstrauens und der Denunziation gefördert.
Treffen können diese Angriffe alle, die für eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft stehen und von der AfD als politische Gegner und Gegnerinnen ausgemacht werden – von den demokratischen Parteien über Kirchen und Gewerkschaften bis hin zu den Wohlfahrtsverbänden und anderen Trägern der Zivilgesellschaft.
Die gezielte Verbreitung von Gerüchten und Unterstellungen diskreditiert nicht nur unsere Arbeit, sondern stellt einen kaum verhohlenen Angriff auf die grundlegenden demokratischen Werte dar.
Wir fordern all jene, die an diesen Werten festhalten, auf, derartige Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurückzuweisen und das notwendige Engagement für eine lebendige Demokratie und ein lebenswertes Sachsen-Anhalt zu verteidigen.

Die Erstunterzeichner:

1. AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V.
2. Aktion Musik e.V.
3. Aktion Musik/local heroes e.V.
4. Alternatives Jugendzentrum Dessau e.V.
5. ARTIST e.V. Magdeburg (Moritzhof)
6. Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
7. AWO Landesverband Sachsen-Anhalt
8. BDKJ Diözesanverband Magdeburg
9. Bernd Wolff
10. Bischof Dr. Gerhard Feige, Bistum Magdeburg
11. bejm – bund evangelischer jugend mitteldeutschland für die evangelischen Jugendverbände
12. Cornelia Heyse
13. Der Paritätische Sachsen-Anhalt
14. Deutsche Orchestervereinigung e.V.
15. Diakonie Mitteldeutschland
16. djo-Deutsche Jugend in Europa
17. Eine-Welt-Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V.

18. Evangelische Hoffnungsgemeinde
19. Evangelischer Kirchenkreis Magdeburg
20. Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.
21. Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.
22. GEW Sachsen-Anhalt
23. ijgd
24. Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
25. Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt
26. Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.
27. KinderKunstForum e.V.
28. KinderStärken e.V. – Institut an der Hochschule Magdeburg-Stendal
29. Kirchenpräsident Liebig (Dessau)
30. Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.
31. Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V.
32. LAGFA Sachsen-Anhalt e.V.
33. Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt
34. Landesverband Offene Kanäle Sachsen-Anhalt e.V.
35. Landeszentrum Spiel & Theater Sachsen-Anhalt e.V.
36. Ländliche Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt e.V.
37. LASSA e.V. (Landesverband Soziokultur in Sachsen-Anhalt)
38. .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.
39. Martina Klein, Oberkirchenrätin in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
40. Matthias Brenner
41. Miteinander e.V.
42. Multikulturelles Zentrum Dessau
43. Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.
44. Paritätisches Jugendwerk Sachsen-Anhalt
45. Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Landeskirche in Mitteldeutschland
46. Propst Christoph Hackbeil, Regionalbischof im Propstsprengel Stendal-Magdeburg
47. Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Merseburg
48. Projekt gegenPart – Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt
49. Siegfried von der Heide
50. Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt
51. Susanne Wiedemeyer, DGB Sachsen-Anhalt
52. ver.di Bezirk Sachsen-Anhalt Nord
53. ver.di Bezirk Sachsen Anhalt Süd
54. ver.di Landesbezirk Sachsen-Sachsen-Anhalt-Thüringen

Die Möglichkeit zur Mitzeichnung:  www.zivilgesellschaft-sachsen-anhalt.de

Initiative transparente Zivilgesellschaft

Wir verpflichten uns zu Transparenz! Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft sagen: Was die Organisation tut, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger sind.

Wir, die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V., verpflichten uns, die nachstehend aufgeführten Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, indem wir sie mit dieser Erklärung leicht auffindbar auf unsere Website stellen oder auf Anfrage elektronisch bzw. postalisch versenden:

Direkt zu unseren Antworten auf die folgenden 10 Punkte – Selbstverpflichtung (pdf)

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation
2. Vollständige Satzung oder Gesellschaftervertrag sowie weitere wesentliche Dokumente, die Auskunft darüber geben, welche konkreten Ziele wir verfolgen und wie diese erreicht werden (z.B. Vision, Leitbild, Werte, Förderkriterien)
3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als steuerbegünstigte (gemeinnützige) Körperschaft, sofern es sich um eine solche Körperschaft handelt
4. Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger (z.B. Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsorgane)
5. Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation: zeitnah, verständlich und so umfassend, wie mit vertretbarem Aufwand herstellbar (z.B. Kopie des Berichts, der jährlich gegenüber der Mitglieder- oder Gesellschafterversammlung abzugeben ist)
6. Personalstruktur: Anzahl der hauptberuflichen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Honorarkräfte, geringfügig Beschäftigte, Zivildienstleistende, Freiwilligendienstleistende; Angaben zu ehrenamtlichen Mitarbeitern
7. Mittelherkunft: Angaben über sämtliche Einnahmen, dargelegt als Teil der jährlich erstellten Einnahmen- / Ausgaben- oder Gewinn- und Verlustrechnung, aufgeschlüsselt nach Mitteln aus dem ideellen Bereich (z.B. Spenden, Mitglieds und Förderbeiträge), öffentlichen Zuwendungen, Einkünften aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb, Zweckbetrieb und / oder der Vermögensverwaltung
8. Mittelverwendung: Angaben über die Verwendung sämtlicher Einnahmen, dargelegt als Teil der jährlich erstellten Einnahmen- und Ausgaben- oder Gewinn und Verlustrechnung sowie der Vermögensübersicht bzw. der Bilanz
9. Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten, z.B. Mutter- oder Tochtergesellschaft, Förderverein, ausgegliederter Wirtschaftsbetrieb, Partnerorganisation
10. Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als zehn Prozent unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen. Angaben zu entsprechenden Spenden von natürlichen Personen werden nach Zustimmung derselben veröffentlicht, in jedem Fall aber als „Großspenden von Privatpersonen“ gekennzeichnet.

Wir bestätigen, dass die Organe, welche für unsere Organisation bindende Entscheidungen zu treffen haben, regelmäßig tagen und dass die Sitzungen protokolliert werden. Anfragen an unsere Organisation werden in angemessener Frist beantwortet. Die Jahresrechnung wird namentlich durch einen Entscheidungsträger unserer Organisation abgezeichnet.

Bei Prüfung unseres Jahresberichtes wird die Einhaltung dieser Verpflichtung von unseren internen Prüfgremien (z.B. Kassenprüfer), dem vereidigten Buchprüfer oder dem Wirtschaftsprüfer kontrolliert.

Zu unseren 10 Punkten (Stand 2016/17) –Selbstverpflichtung (pdf)

Zur Initiative Transparente Zivilgesellschaft – externer Link

Länderbericht „Bürgerschaftliches Engagement in Sachsen-Anhalt 2016“

„Engagement als Chance für die Bildung“  ist der Titel des Länderberichts „Bürgerschaftliches Engagement in Sachsen-Anhalt 2016“, der jetzt vorliegt. Mit den Projekten „Freiwilligendienste“, „globalista“, „Resonanzboden“ und „Dehnungsfuge“ werden u.a. auch die Vorhaben der .lkJ) Sachsen-Anhalt e. V. ausführlich vorgestellt. Im Wortlaut Länderbericht 2016

Viele Menschen engagieren sich auch, weil sie durch das Engagement etwas dazulernen und bestimmte Kompetenzen erwerben.

Der 4. Freiwilligensurvey 2014 bestätigte, dass der Erwerb von Fähigkeiten (Fachkenntnisse, soziale und persönliche Fähigkeiten) im freiwilligen Engagement einen hohen Stellenwert hat. Fähigkeiten und Kenntnisse können nicht nur im Rahmen von formalen Weiterbildungsmaßnahmen erworben werden, sondern auch während der Ausübung von freiwilligen, ehrenamtlichen Tätigkeiten. Freiwilliges Engagement ermöglicht somit Lernerfahrungen.

Im Ländervergleich verzeichnet Sachsen-Anhalt den höchsten Anteil an Engagierten, der angibt, persönliche Fähigkeiten, z.B. Selbständigkeit, Zeitmanagement oder Arbeitstechniken durch das Engagement erworben zu haben (63,5 %).

Download Länderbericht BE 2016

Mit dem Urban Kaffeeklatsch für mehr Vielfalt

Passend zum Sonnenschein ist die Stimmung auf dem kleinen Straßenfest am Ende der Schweriner Straße in Magdeburg. Dort wird sich zu Kaffee und selbstgemachten Kuchen über die Neuigkeiten im Viertel ausgetauscht, hier mischen Kinder sogenannten Mondsand zusammen, eine träge Masse, die aus Sand, Haarshampoo und Glitzerstaub besteht und zu fesselnder Begeisterung führt.

Kreativität und gute Laune auf dem Kulturaktionstag
Kulturaktionstag

Anlässlich zum bundesweiten Kulturaktionstag, sowie dem europäischen Nachbarschaftstag, der unter dem Hashtag #nachbarmd durch das Kulturhauptstadtbüro in Magdeburg initiiert wurde, hat die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. zum „Urban Kaffeeklatsch“ Anwohnende der Schweriner Straße und vorbeikommende Passant*innen eingeladen, um in einer entspannten Atmosphäre sich gegenseitig kennenzulernen.

Dabei ist der Ablauf des Straßenfestes gut durchdacht: Zuvor wurden in den Räumen der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. in der Brandenburger Straße Workshops für Jugendliche veranstaltet, um urbane Spiele zu entwickeln, die nun auf dem Fest erprobt werden – und bei denen auch Freikarten für Veranstaltungen im Volksbad Buckau, Moritzhof und Forum Gestaltung zu gewinnen sind. In einem anderen Workshop haben Jugendliche die Organisation des Straßenfestes geplant: Wohin kommt der Kreativstand, wo wird die Kaffeetafel aufgetischt und haben wir für verschiedene Zielgruppen passende Aktivitäten? Für Groß und Klein gab es dann nachmittags eine bunte Palette an Möglichkeiten, von Sprühkreide und Streetart bis hin zum Bepflanzen des gemeinschaftlich betriebenen Kiezgartens und einem gemütlichen Kaffeeklatsch.

„Für den Kiez ist es ungemein wichtig, den städtischen Raum für solche gemeinschaftsbildende Veranstaltungen zu nutzen, um sich kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen“, freut sich Franziska Dusch von der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. über die rege Teilnahme von Anwohnenden. Die Mitarbeitenden der .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. machen somit auf die Bedeutsamkeit kultureller Vielfalt und kultureller Bildung als Katalysator des nachbarschaftlichen Zusammenseins aufmerksam.

Landkarte der Freiwilligendienste

Map for volunteers
Aktuelle Übersicht der Einsatzstellen der Freiwilligendienste

 

Einen akutellen Überblick über die Einsatzstellen der von der .lkj) angebotenen Freiwilligendienste in Sachsen-Anhalt bietet diese interaktive Übersichtskarte – Link –

Die gut 100 Einsatzstellen können nach Landkreisen und Orten sortiert werden und bieten durch farbige Gestaltung erste Orientierung für die unterschiedlichen Formate, Jede Einsatzstelle wird zudem mit ihren Aufgabenfeldern beschrieben.

Großes Kino – die „Dehnungsfuge“ im Film

Screenshot der Webseite IDA e.V.

Die „Vielfalt-Mediathek“ hat ein Dutzend Kurzfilme über die Aktivitäten unseres Modellprojektes „Dehnungsfuge – auf dem Lande alles dich?“ zusammengestellt und stellt diese On- und Offline (Verleih) bereit.

Gerade im ländlichen Raum wird der demographische Wandel immer sichtbarer. Die Gesellschaft altert und viele junge Menschen ziehen in größere Städte. Die Folgen sind unübersehbar: Neben dem vielen Leerstand, der zudem verfällt, steigt die Frustration bei den Dagebliebenen, was wiederum zu einem perfekten Nährboden für die Verbreitung von Vorurteilen und Hetze durch Rechtsextreme werden kann.

Das Projekt „Dehnungsfuge“ von der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt .lkj) will zusammen mit lokalen Partnern vor Ort durch kreative Projekte dem Verfall und der Frustration entgegenwirken. In vier Bundesländern (Schleswig Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt) können Menschen vor Ort Ideen einbringen wie der Leerstand kreativ genutzt werden kann. Das Projekt unterstützt sie durch Beratung, Seminare, Workshops und Berater_innenvermittlung. Das Projekt ist dabei ganz seinem Namen verpflichtet. Der Begriff Dehnungsfuge stammt aus dem Bauwesen. Sie verhindern die Entstehung von Spannungsrissen z. B. bei Brücken. Das soll auch im übertragenen Sinne das eigentliche Ziel des Projektes sein. Symbolische Risse in der Gesellschaft (Alt vs. Jung, Alteingesessen vs. Neuzugezogene etc.) wieder auszugleichen und zusammenzufügen.

Die vorliegenden Filme erläutern das Projekt und zeigen Projektbeispiele. Die Filme sind hier freigeschaltet und können unter folgendem Link

https://www.vielfalt-mediathek.de/mediathek/6267/dehnungsfuge-auf-dem-lande-alles-dicht-weitere-projektfilme.html

ansehen oder ausgeliehen werden.

 

Inhaltliche Schwerpunkte:
Antidiskriminierung, Diversität, Interkulturelles Lernen, Jugendarbeit, Konfliktbearbeitung, Kultur, Rechtsextremismus, Vernetzung, Vorurteile, Zivilcourage

 

 

Kontkat:

Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA)

Volmerswerther Str. 20 – 40221 Düsseldorf

Tel: 02 11 / 15 92 55 73

mediathek@idaev.de

www.vielfalt-mediathek.de

www.idaev.de

Wanderausstellung „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“… Mit diesen Worten beginnt der Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben diesen Satz sehr bewusst an die erste Stelle gestellt. Leider ist der damit verbundene Anspruch auch 65 Jahre später nicht immer und überall Wirklichkeit.

 

Täglich sind tausende Menschen weltweit auf der Flucht. Krieg, Gewalt und Verfolgung rauben diesen Frauen, Männern und Kindern ihre Würde und zwingen sie ihre Heimat zu verlassen. Einige wenige davon erreichen auch Europa und Deutschland. Hier sind sie zwar in Sicherheit, die aktuellen Lebensumstände, sind aber nicht geeignet, ihnen ihre Würde zurückzugeben. Wir sehen zwar die unwürdigen Zustände, aber die einzelnen Menschen gehen in diesen Meldungen unter.

Hier setzt das Konzept dieses Projektes an. Durch intensive Portraits sollen die Menschen, die als Geflüchtete zu uns gekommen sind, in ihrer Würde dargestellt werden. Die Porträtierten werden durch den neutralen Hintergrund der Bilder aus ihrer aktuellen Umgebung gelöst, die sie so nicht selbst gewählt haben und die sonst den Blick von den Menschen auf die Zustände in den Wohnheimen lenken würde. Vor dem Foto gab es immer ein kurzes Interview mit den portraitierten Menschen, um etwas über sie und ihre gegenwärtige Situation zu erfahren.

Ziel der Ausstellung ist, den Geflüchteten einen kleinen Teil ihrer Würde zurückzugeben. Bestenfalls sollen dadurch auch wir Einheimische uns unserer Menschlichkeit bewusst werden und uns die Frage stellen, wie wir mit einem vergleichbaren Schicksal umgehen würden.

Die Menschen sollen auf den Bildern als Individuen mit ihrem Stolz, ihren Träumen und Hoffnungen, aber auch mit ihren Verletzungen und Ängsten erscheinen. Daher wurden die Porträtierten nicht zu gestellten Posen angeleitet, sondern ihnen wurde nur die Frage gestellt: „Wer bin ich? – Wie fühle ich mich?

Für diese Wanderausstellung wurde ein Teil der Portraits ausgewählt, auf denen Kinder und junge Geflüchtete zu sehen sind.

 www.projekt-wuerde.de

Ausleihe der Wanderausstellung

Verantwortlich für den Verleih ist die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen- Anhalt e.V. in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen- Anhalt.

Die Ausstellung wurde transportabel auf 17 Roll-Up Aufsteller ( HxB: 2,0 x 0,8 m)  produziert, so dass sie flexibel gestellt werden kann.
Die Ausleihe ist kostenlos.
Der jeweilige Aussteller*in kommt eigenverantwortlich für Hin- und Rücktransport, Aufbau sowie die Versicherung der Ausstellung auf. Die Verleihdauer richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf des Aussteller, der Ausstellerin und ist daher nicht festgelegt.
Die .lkj) Sachsen- Anhalt koordiniert dazu die Termine.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, ein zusätzliches Begleitprogramm in der jeweiligen Einrichtung zu buchen. Anfragen dazu können ebenfalls an die .lkj) gerichtet werden.

Wenn Sie Interesse an der Ausleihe der Ausstellung haben, können Sie sich an folgenden Kontakt wenden:

Annika Luther
.lkj) Sachsen- Anhalt e.V.
Brandenburger Straße 9
39104 Magdeburg
Tel: 0391 2 44 51 76
E-Mail: info@resonanzboden.global

 

Praktikumsplatz im Projekt KIEZrebellion

Da in den kommenden Monaten im Projekt KIEZrebellion viele Aktionen an den unterschiedlichen Standorten im Magdeburg, Stendal und Eisleben geplant sind, wird Unterstützung gesucht. Mehr Informationen findet hier: Praktikumsausschreibung (pdf).

Bei Rückfragen, wenden Sie sich bitte an Melanie Tavernier Tel.: 0391 – 2445163 oder Mail melanie.tavernier@jugend-lsa.de

House of Resources – Beirat konstituiert sich

Berufung des Beirates für die Houses of Resources Halle und Magdeburg

Im Zuge der Ausschreibung des dreijährigen Modellprojektes „House of Resources“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge haben die Städte Magdeburg und Halle im September 2016 zwei Ressourcenhäuser eingerichtet – den Resonanzboden in Magdeburg in Trägerschaft der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen- Anhalt e.V. (.lkj)) und das House of Resources – Halle beim Verband der Migrantenorganisationen Halle e.V. (VeMo).

Beirat der Houses of Resources Magdeburg und Halle. Beiratsmitglieder: Abdoul Coulibaly, Ute Haupt, Axel Schneider, Antonia Kern (Projektleiterin), Dr. Karamba Diaby, Tobias Krull, Frank Schoor, Mika Kaiyama, Björn Malycha, Ronn Müller (Projektleiter), Dr. Tarek Ali (Foto: Sonja Renner)
Der Beirat v.l.n.r. Abdoul Coulibaly, Ute Haupt, Axel Schneider, Antonia Kern (Projektleiterin), Dr. Karamba Diaby, Tobias Krull, Frank Schoor, Mika Kaiyama, Björn Malycha, Ronn Müller (Projektleiter), Dr. Tarek Ali (Foto: Sonja Renner)

Die Erfahrungen der Träger und Kooperationspartner der beiden Houses of Resources zeigen, dass der Beratungs- und Unterstützungsbedarf besonders bei Migrantenorganisationen und -initiativen hoch ist. Um die Entwicklung einer pluralen Gesellschaft zu fördern, sollen speziell, aber nicht ausschließlich, für diese beiden Zielgruppen, Möglichkeiten der Partizipation geschaffen, Strukturen professionalisiert und deren Projekte gefördert, verwirklicht und gefestigt werden.
Über beide Houses of Resources können in einer einfachen Verfahrensweise auf den jeweiligen Bedarf und Anlass ausgerichtete Förderungen beantragt werden. Zudem stellen die beiden Projekte vielfältige Ressourcen (u.a. Technik-, Raumvermietung, Coworking Space) zur Verfügung und bieten ein weitgefächertes Programm an Qualifizierungs- und Bildungsangeboten.
In Sachsen-Anhalt wurden zwei Houses of Resources eingerichtet. Dieser Umstand ist eine große Chance für das Bundesland.
Um das Modellprojekt in Sachsen-Anhalt zum Erfolg zu führen, wurde ein Beirat für die beiden Häuser berufen, der am 21.02.2017 in Magdeburg zu seiner ersten konstituieren-den Sitzung zusammengekommen ist. Zum Vorsitzenden des Beirates wurde Frank Schoor (Regionalkoordinator Integration im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Halberstadt) gewählt.

Dem Beirat gehören ferner an: Dr. Karamba Diaby (MdB), Tobias Krull (MdL), Ute Haupt (Stadträtin), Björn Malycha (Sozialministerium), Mika Kaiyama (LAMSA), Dr. Tarek Ali (VeMo), Axel Schneider (LKJ).

Als übergeordnete Steuerungsgruppe begleitet er die Häuser in Halle und Magdeburg und dient der strategischen, strukturellen und nachhaltigen Implementierung der Houses of Resources in Sachsen-Anhalt. Die beiden Projektstandorte werden regelmäßig über ihre Fortschritte und Aktivitäten berichten und von den vielfältigen Erfahrungen der Mitglieder des Beirates hinsichtlich neuer Impulse, Ideen, Unterstützung, Ratschlägen sowie konstruktiver Kritik profitieren.

Deutsch als „literarische“ Fremdsprache – Chance oder Illusion für Ausdruck und Austausch

Dienstag, 6. Dezember 2016 l 19:00 Uhr
Forum Gestaltung l Brandenburger Straße 10 l 39104 Magdeburg

Einige AutorInnen des Fördervereins der Schriftseller sind bereits im Bereich „Deutsch für Migranten“ aktiv tätig.
Die deutsche Sprache und die Ausdruckfähigkeit von MigrantInnen werden dabei entwickelt bzw. verbessert.
Welche Erfahrungen gibt es mittlerweile konkret von denjenigen, die im Alltag die deutsche Sprache Zugewanderten näher bringen. Welche Rolle spielt dabei die deutsche Literatur generell. Macht es Sinn, z.B. innerhalb von Schreibwerkstätten in deutscher Sprache MigrantInnen die Möglichkeit zu geben, sich mit eigenen literarischen Texten der Deutschen Sprache anzunähern? Brauchen Einwanderer mit Fluchthintergrund und Kriegserlebnissen auch die deutsche Sprache, um Ihre Erlebnisse zu verarbeiten?
Die AutorInnen stellen an diesem Abend ihre praktischen Erfahrungen dem interessierten Publikum vor und  stehen im Anschluß für Fragen und eine offene Diskussionen zur Verfügung.

 Eintritt frei!

Seitens des Fördervereins werden teilnehmen:
Albrecht Franke, pensionierter Studienrat für Deutsch und Schriftsteller, unterrichtet in Stendal MigrantInnen in „Deutsch als Fremdsprache“.
Katharina Schaare, Germanistin, seit 2015 für die Schulverwaltung im Bereich Deutsch für Zuwanderer in einer Schule in Staßfurt tätig.
Wahid Nader, gebürtiger Syrer und seit ca. 35 Jahren in Deutschland, Autor und Lyriker deutscher und arabischer Texte und Gedichte, Goethepreisträger als Übersetzer.
Dr. Karsten Steinmetz, Bundesgeschäftsführer Bödecker Kreis.

Moderation: Herbert Beesten, Vorsitzender Förderverein der Schriftsteller und Unternehmer mit Erfahrungen mit ausländischen Mitarbeitern aus der Türkei, China, Bulgarien, USA und Spanien