Home » Kulturelle Kinder- und Jugendbildung

Kategorie: Kulturelle Kinder- und Jugendbildung

Stellenausschreibung: Studentische Hilfskraft im Projekt »SPEAK UP! Your voice matters | Gemeinsam gegen Diskriminierung«

Die .lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. sucht für das Projekt »SPEAK UP! Your voice matters | Gemeinsam gegen Diskriminierung« eine studentische Hilfskraft.

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Bewerber*innen, unabhängig von Alter, Geschlechtsidentität, zugeschriebener Behinderung, Religion, Herkunft, Nationalität oder sexueller Identität.

Die .lkj) Sachsen-Anhalt e. V. engagiert sich extern und intern gegen Diskriminierung und für ein gleichberechtigtes Miteinander. Über die tägliche Arbeit hinaus arbeitet die .lkj) Sachsen-Anhalt e. V. im Rahmen einer internen Arbeitsgruppe an der stetigen Entwicklung hin zu einer inklusiven Arbeitgeberin.

Der Arbeitsplatz ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich. Für weitere Informationen kannst du uns jederzeit kontaktieren.

»SPEAK UP! Your voice matters | Gemeinsam gegen Diskriminierung«

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Fortbildungs- und Qualifizierungsangebot für medien- und kulturaffine Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren. Nach der Fortbildung in drei Modulen (Gender- und Geschlechtergerechtigkeit // Rassismus und Critical Whiteness // Inklusion, Awareness und Allyship) wird gemeinsam ein Methodenkoffer entwickelt, mit dem gezielt zu den Themen Hate Speech und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gearbeitet werden kann. Dabei sollen die zu Multiplikator*innen ausgebildeten Jugendlichen selbst aktiv werden und die digitalen und analogen Methoden in ihrem Sozialraum testen.

Das Aufgabenprofil:

  • Unterstützung bei administrativen Aufgaben
  • Rechercheaufgaben
  • Akquise von Teilnehmer*innen
  • allgemeine Vor- und Nachbereitung der Seminare
  • Betreuung der Teilnehmer*innen bei den Seminartagen
  • je nach Wissens- und Interessenstand Übernahme von Workshop-/Werkstatteinheiten
Zeitraum: Umfang: Arbeitsort:
November 2018 bis
September 2019
10 Stunden pro Woche Magdeburg, mobiles Arbeiten verhandelbar

// Aufgaben werden individuell konkretisiert.
// Seminartermine  werden noch bekannt gegeben.

Wir bieten:

  • ein spannendes und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld in einem kulturellen Verein mit sehr guter Vernetzung in der kulturellen Landschaft in Sachsen-Anhalt
  • die Einbindung in ein motiviertes und dynamisches Team
  • eine offene und unkomplizierte Arbeitsatmosphäre
  • Übernahme von Verantwortung, Raum für eigeninitiatives und selbstständiges Handeln
  • Einblick in die Projektarbeit
  • Erfahrung im Umgang und der Anleitung und Moderation von Gruppen_prozessen
  • Kontaktmöglichkeiten und ein individuelles Zeugnis

Das solltest du mitbringen:

  • grundlegende Auseinandersetzung mit Anti-Diskriminierung, Privilegien und Macht, Inklusion
  • diskriminierungssensibler Sprachgebrauch und reflektierter Umgang mit Redeverhalten
  • Lust und Offenheit eigene Ideen und Impulse einzubringen
  • Überblicks- und Organisationsverständnis
  • Erfahrung im Umgang mit bzw. Bezug zur Zielgruppe
  • Offenheit und Freude an Kommunikation mit Teilnehmer*innen und Referent*innen
  • Interesse an der Arbeit zu den Themen Hate Speech und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Kenntnisse im Umgang mit den Sozialen Medien, evtl. Erfahrung in der Medienproduktion und/oder künstlerisch-kreative Fähigkeiten

// Für uns zählen dein Potenzial, Motivation und Erfahrung.
// Bei Bedarf sende uns mit deiner Bewerbung Hinweise für die Vorbereitung des Bewerbungsgesprächs zu.

 

Bitte sende uns dein Motivationsschreiben per Mail bis spätestens zum 22.10.2018 an:
.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V.
Brandenburger Straße 9
39104 Magdeburg

Ansprechperson: Anna-Marie Müller anna.mueller@lkj-sachsen-anhalt.de
Für Rückfragen stehe ich auch gern telefonisch zur Verfügung: 0391-24451-66

Die Kennenlerngespräche werden am 26.10.2018 zwischen 13 und 16 Uhr in Magdeburg stattfinden.

Zum Download: Stellenausschreibung als .pdf

Seminarimpression: Kunst ist nicht überflüssig (Freiwilligendienste Kultur und Bildung 2017/2018)

Stellenausschreibung: Koor­dinator*in für das Projekt »SPEAK UP! Your voice matters. | Gemeinsam gegen Diskrimi­nierung.« mit 20 Wochenstunden gesucht

Die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. sucht ab dem 01. September 2018 oder später eine*n Kulturpädagoge*in / Medienpädagoge*in als Koor­dinator*in für das Projekt SPEAK UP! Your voice matters. | Gemeinsam gegen Diskrimi­nierung.
Die Arbeitszeit wird 20 Stunden/Woche betragen (Einstufung angelehnt an TVÖD, 10).

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Bewerber*innen unabhängig von Alter, Geschlechtsidentität, zugeschriebener Behinderung, Religion, Herkunft, Na­tio­na­lität oder sexueller Identität.

Das Projekt »SPEAK UP! Your voice matters. | Gemeinsam gegen Diskriminierung« ist ein Fortbildungs- und Qualifizierungsangebot mit peer-to-peer-Ansatz für medien- und kulturell affine Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren und/oder die in sogenannten Brennpunkten leben. Im ersten Schritt werden die Teilnehmer*innen im Rahmen von drei Fortbildungsmodulen zu den Themen »Geschlechtsidentität und Gender«, »critical whitness und Rassismus« sowie »Inklusion, Awareness und Allyship« für gesellschaftliche Diskriminierungs- und Macht­verhältnisse on- wie offline sensibilisiert. Im zweiten Schritt wird mit den Teilnehmer*innen gemeinsam, immersiv auf eine künstlerisch-kulturelle Arbeitsweise, ein Methodenkoffer entwickelt, um die Jugendlichen als Multiplikator*innen zu stärken und zu befähigen, eigeninitiativ in ihrem Umfeld (Sozialraum Schule, Jugendfreizeit­einrichtung, social media) für ein diskriminierungsfreies und demokratisches Miteinander auch andere Jugendliche zu sensibilisieren. Im dritten Schritt wird der Methodenkoffer von den Jugendlichen praktisch erprobt und gemeinsam evaluiert, überarbeitet und anschließend digital für andere Interessierte bereitgestellt.

 

Aufgaben:

  • Konzeptionelle Entwicklung und organisatorische Umsetzung von Workshops für Jugendliche gemäß Projektantrag
  • Akquise Begleitung und Betreuung von Kooperationspartner*innen und Teilnehmer*innen
  • Organisation und Durchführung von Workshops für die Teilneh­mer*in­nen
  • Kooperation mit anderen Einrichtungen der Jugendarbeit, Schulen, außerschulischen Bildungsarbeit und verschiedenen Netzwerken
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Präsentation des Projektes sowie Koordination der Erstellung des Methodenkoffers und Einbindung auf die Homepage
  • Finanz-Controlling, Verwendungsnachweis von Fördermitteln, Sicherung der zweckgebundenen Ausgaben, Berichterstattung

Anforderungen:

  • (Fach-)Hochschulabschluss Sozialpädagogik/soziale Arbeit, Kultur­päda­gogik, Kulturwissen­schaften o.ä. und/oder ein­schlägige Berufserfahrungen,
  • Erfahrung im Projektmanagement, besonders in der Abrechnung von Projektfördergeldern
  • Sicherer Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift (entspricht Sprachniveau C1; Nachweis nicht erforderlich),
  • Interesse und bereits inhaltliche Auseinandersetzungen mit den Themengebieten »Geschlechtsidentität und Gender«, »critical whitness und Rassismus«, »Inklusion, Awareness und Allyship« und HateSpeech sowie große Selbstsicherheit im Internet und im Umgang mit den sozialen Medien,
  • Interesse für Methoden der kulturellen und digitalen Bildung sowie an der Arbeit mit Gruppen,
  • sicheres Auftreten vor und Anleiten von Gruppen mit jungen Menschen mit unterschiedlichen Biografien und Bedürfnissen, Motivation und Erfahrung, Teamfähigkeit, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Kontakt­freu­dig­keit, Sozialkompetenz, Belastbarkeit, Durchhaltevermögen,
  • Kenntnisse in der Verwaltung, gute EDV- und CMS-Kenntnisse, Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit, PKW-Führerschein.

Wir bieten:

  • ein spannendes und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld in einem kulturellen Verein mit sehr guter Vernetzung in der kulturellen Landschaft in Sachsen-Anhalt,
  • einen Arbeitsplatz mit Platz für Freiraum und der Möglichkeit zur Weiterentwicklung,
  • die Einbindung in ein motiviertes und dynamisches Team,
  • eine offene und unkomplizierte Arbeitsatmosphäre,
  • Flexible Arbeitszeiten und Heimarbeit sind bei besonderem Bedarf verhandelbar.

Dienstsitz ist in der Stadt Magdeburg. Die Tätigkeit ist befristet auf ein Jahr.

Die .lkj) Sachsen-Anhalt e. V. engagiert sich extern und intern gegen Dis­krimi­nie­rung und für ein gleichberechtigtes Miteinander. Über die tägliche Arbeit hinaus arbeitet die .lkj) Sachsen-Anhalt e. V. im Rahmen einer internen Arbeitsgruppe an der stetigen Entwicklung hin zu einer inklusiven Arbeitgeberin.

Der Arbeitsplatz ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich. Für weitere Informa­tionen zum Arbeitsplatz kannst du uns jederzeit kontaktieren. Gerne informieren wir dich über Möglichkeiten der Anreise. Bei Bedarf sende uns deine Bewerbung mit Hinweisen für die Vorbereitung des Bewerbungsgesprächs zu.

Die Stelle wird öffentlich gefördert. Die Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Zuwendungsgeber*innen. Bewerbungsunterlagen werden nur bei Vorliegen eines ausreichend frankierten Rückumschlags an Adressat*innen zurückgesandt. Elektronische Bewerbungen werden bevorzugt. Bei Einladung zu einem Bewerbungs­ge­spräch werden Reisekosten nicht erstattet. Die Vorstellungs­ge­spräche finden vor­aus­sichtlich am 27. oder 28. August 2018 statt. Deine aus­sage­fähige, vollständige Bewer­bung richte bitte bis zum 23. August 2018 an:

.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
Brandenburger Straße 9
39104 Magdeburg
Ansprechperson: Kirsten Mengewein
Telefon 0391 / 24451-60 oder 0391 / 24451-68 Telefax 0391 / 24451-70
Internetseite: www.lkj-sachsen-anhalt.de
Mail: bewerbung@lkj-sachsen-anhalt.de

Zum Download: Stellenausschreibung als .pdf

Seminarimpression: Kunst ist nicht überflüssig (Freiwilligendienste Kultur und Bildung 2017/2018)

Ansicht der POWgames Webseite

Sonder-Primus Digital: Auszeichnung für POWgames

Die Stiftung Bildung und Gesellschaft prämiert ein Projekt der .lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V., das den urbanen Raum und digitale Mittel spielerisch für Bildung nutzt.

Berlin/Magdeburg, 28. Juni 2018. Pokémon Go hat es vorgemacht: Games, die nicht im stillen Kämmerlein, sondern draußen an der frischen Luft gespielt werden, haben ihren besonderen Reiz. Das von der Stiftung Bildung und Gesellschaft mit dem Sonder-Primus Digital und 1.000 Euro Preisgeld prämierte Projekt hat diesen Gedanken aufgegriffen. POWgames entwickelt mit Kindern und Jugendlichen Spiele für den öffentlichen Raum.

Zielgruppe sind junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie mit und ohne Behinderung. Besonders wichtig ist viel Interaktion zwischen den Spielenden. Schon das Entwickeln der Games bringt Jugendliche zusammen, die sonst wenige Berührungspunkte hätten. Das Gemeinschaftserlebnis hilft, Vorurteile abzubauen. „Die besten Ideen entstehen, wenn die Gruppe bunt zusammengewürfelt ist“, berichtet Projektmitarbeiterin Christin Deringer.

Webseite

In Workshops erarbeiten die Teilnehmenden methodisch die Spiele, haben Spaß beim Experimentieren und lernen die Spielprinzipien kennen. Am Ende werden die entwickelten Spiele im öffentlichen Raum ausprobiert, in einem Park, auf der Straße oder auf dem Marktplatz. Bei einer digitalen Schnitzeljagd zum Beispiel müssen Teams mithilfe einer Smartphone-App Aufgaben erfüllen und beispielsweise eine Zeichnung ihres Spazierganges erstellen oder ein Rätsel lösen. Die Spielcodes sind in der Stadt an vielen interessanten Punkten sichtbar platziert. Der öffentliche Raum wird so zum gemeinsamen Spielzimmer und zum Entdeckungsraum, Passanten werden zum Publikum oder auch zu Mitspielenden.

Mit der einfachen visuellen Programmiersprache Scratch gestalten die Jugendlichen auch eigene digitale Spiele, basteln sich mit „Makey Makey“-Sets einfache Konsolen – da kann der Joystick auch einmal durch eine Banane ersetzt werden. Beim Entwickeln der Games trainieren die Heranwachsenden somit die Fähigkeit, in der Gruppe Probleme zu lösen und gewinnen nebenbei noch grundlegendes technisches Verständnis. Die in Magdeburg ansässige .lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt kooperiert bei dem 2017 gestarteten Projekt mit zwei Schulen und einem Jugendzentrum.

„Spiele sind für Bildung enorm wichtig“, erklärt Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft. „Sie können nicht nur dabei unterstützen, Wissen zu vermitteln, sondern helfen auch beim Entwickeln von Strategien zur Problemlösung und beim Aufbau sozialer Kompetenzen.“ POWgames geht dabei hinaus in die Stadt – der Jury gefiel bei diesem medienpädagogischen Ansatz besonders die kreative Verbindung von digitaler und analoger Welt.

Website zum Projekt:
https://powgames.de
Das Projekt auf Facebook:
https://www.facebook.com/UrbanesLernen

Mit dem Sonder-Primus Digital prämiert die Stiftung Bildung und Gesellschaft viermal im Jahr zivilgesellschaftliche Initiativen, die Kinder und Jugendliche auf das Leben in einer digitalen Welt vorbereiten. Zusätzlich zum Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhalten die ausgezeichneten Initiativen jeweils 500 Euro für den Besuch einer Weiterbildung. Bewerbungen sind jederzeit online möglich:
http://www.stiftung-bildung-und-gesellschaft.de/primus-preis/digital.html

Pressekontakt:
Peggy Groß
Stiftung Bildung und Gesellschaft
T 030 322 982-530
presse@stiftung-bildung-und-gesellschaft.de

Christin Deringer
.lkj) Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.
T0391 24451 60
christin.deringer@jugend-lsa.de

Foto der Ausgezeichneten

21. Kinder- und Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalt verliehen

Foto der Ausgezeichneten
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2018 mit Staatssekretär Dr. Michael Schneider und der Jury.

Am 26. Juni 2018 hat Staatssekretär Dr. Michael Schneider im Moritzhof Magdeburg den diesjährigen Kinder- und Jugend-Kultur-Preis des Landes Sachsen-Anhalt verliehen. Etwa 180 Gäste feierten die Preisträger und Preisträgerinnen des Wettbewerbs, der in diesem Jahr unter dem Motto „Wagnisse“ stand.
„Die Teilnehmer des Wettbewerbs haben etwas gewagt. Sie haben sich intensiv mit einem spannenden Thema auseinandergesetzt, ihr kreatives Potential abgerufen und ihre Fähigkeit zur Selbstorganisation gestärkt“, so Schneider. „Die Vielzahl der eingereichten Beiträge belegt eindrucksvoll die Breite und Vielfalt der Kinder- und Jugendkulturarbeit im ganzen Land.“ Der Staatssekretär – als Vertreter des Ministers für Kultur, Rainer Robra, dankte der .lkj) Sachsen-Anhalt und insbesondere dem Vorstand und der Organisatorin, Melanie Tavernier für die Durchführung des Wettbewerbs.
Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr dabei zwei Alterskategorien unterschieden: Kinder bis 13 Jahre konnten um den Kinder-Preis wetteifern, Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren wurden mit dem Jugend-Preis ausgezeichnet. 65 Beiträge von mehr als 550 Teilnehmenden aus ganz Sachsen-Anhalt gingen in diesem Jahr ein. Die Projekte zum diesjährigen Themenschwerpunkt wurden in den unterschiedlichsten Sparten verwirklicht, von Theater, Tanz, Musik, Literatur bis hin zu Film.
Den ersten Preis in der Altersstufe Kinder gewann das Jugendradio „Grünschnabel“ des Hallenser Senders Corax für seine einstündige Sendung zum Thema „Wagnisse“. Ebenso erhielten die jungen Radiomacher den Sonderpreis der Jugendjury. In der Jugendredaktion gestalteten ausschließlich Kinder das Programm. Der zweite Platz ging an die jüngsten Tänzer der Gruppe Break Grenzen Crew. Die 2012 als Inklusionsprojekt für geflüchtete Kinder gestartete Gruppe wurde für ihre hohe tänzerische Qualität und Ausdauer gewürdigt. Julia Frey gewann den 3. Platz für ihre Radierung „Dalian/ Peking Opera House“.
Bei den Jugendlichen gab es eine große Überraschung: Zwei erste Plätze zeichnete die Fachjury in diesem Jahr aus: Der 18-jährige Finn Wiersig erhielt einen für seine erste Komposition für großes Orchester unter dem Titel „Nur…“, und die Theatergruppe „Mimosen“ gewann einen weiteren ersten Preis für ihr dreistündiges Projekt „Baustelle ICH“. Letztere erhielten auch den Sonderpreis der Jugendjury. Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben. Den dritten Platz dagegen belegte Lara Grube. Die 16-Jährige schrieb eine moderne Adaption des „Faust“. Die Förderpreise gingen in diesem Jahr an Cäsar Blech und die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck. Darüber hinaus wurden ausgezeichnet: Amy Ruch, Charlotte Langlois, Sally Isabel Strauchmann, Schülerinnen und Schüler der Freien Grundschule Wernigerode sowie der Grundschule „Burg Ummendorf“, FilmMaker des Friedenskreis Halle e.V. sowie Theaterprojektgruppe des Offenen Kanals Salzwedel
.

21. Kinder- und Jugend-Kultur-Preis

TV-Studio Szene

Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Gespräch

TV-Studio-Szene -  Foto: Offenener Kanal

Kulturpolitik im Fokus – Gespräch zwischen MdB Katrin Budde, Lars Johansen, Axel Schneider und Dr. Christian Reineke im Rahmen der Sendung „Johansen Spezial“

Katrin Budde (SPD), Bundestagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt und Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, war gemeinsam mit Dr. Christian Reinecke, Vorsitzender der Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V. und Axel Schneider, Geschäftsführer der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. zu Gast bei Lars Johansen. Wie steht es um die Kultur aus Bundes- und Landesebene, was hat sich die Koalition vorgenommen, was sind die dringensten Aufgaben aus der Sicht der Verbände, welche politische Unterstützung brauchen die Akteure? Diese und viele andere Fragen zum Verhältnis von Kulturpolitik zwischen Bund und Land werden in dem einstündigen Gespräch behandelt. Die Sendung wurde am 2. Mai 2018 aufgezeichnet und steht in der Mediathek des Offenen Kanals Magdeburg sowie auf Youtube (Link: https://youtu.be/4lXEGNiJkuc) zur Verfügung.

Gliederung der einstündigen Sendung:

Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt allgemein 3:30
Soziokultur 5:30
Staatsministerin für Kultur und Medien 10:15
Kultur im ländlichen Raum, kulturelle Bildung,
Kooperationsverbot Bund-Land und Digitalisierung 15:30
Kultur macht stark 19:10
Staatsziel Kultur – Kultur als Pflichtaufgabe -24:50
Aufgabenteilung der Landesregierung in Sachsen-Anhalt im Kontext mit Kultur 32:10
Prekäre Arbeitssituation von Künstlerinnen und Künstlern
Ehrenamt und Nachwuchskräftesicherung 35:50
Eingruppierung der Musikschullehrkräfte versus Vergütung der Lehrkräfte für Musik an allgemein bildenden Schulen 43:30
Provenienzforschung und Kulturelles Erbe 50:00
Ausschussarbeit im Bundestag 56:20
Kulturelle Integrationsprojekte 59:20

Link: http://www.kulturkonferenz-sachsen-anhalt.de/?p=609

Stellenausschreibung – Elternzeitvertretung POWgames

Die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. sucht ab dem 15. Juni 2018 eine Projektleitung als Elternzeitvertretung (12 Monate) für das Projekt POWgames.

Die Arbeitszeit wird 32 Stunden/Woche betragen (Einstufung angelehnt an TVÖD 11).

Aufgaben:

  • Verwaltungs- und Organisationsaufgaben als Projektleitung , z.B. Beantragung, Verwendung und Nachweis von Fördermitteln, Sicherung der zweckgebundenen Ausgaben, Berichterstattung
  • Konzeptionelle Entwicklung und organisatorische Umsetzung von Workshops, Veranstaltungen und Projekten der kulturellen und digitalen Bildung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Multiplikator*innen
  • Akquise von Kooperationspartner*innen und Teilnehmer*innen
  • Kooperation mit anderen Einrichtungen der Jugendarbeit, Schulen und verschiedenen Netzwerken
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pflege der Projektwebsite www.powgames.de und der Facebookpräsenz www.facebook.com/UrbanesLernen

Anforderungen:

  • (Fach-)Hochschulabschluss Kultur/Medienpädagogik, Cultural Engineering, Sozialpädagogik/soziale Arbeit, Kultur/Medienwissen­schaften o.ä. und ein­schlägige Projektleitungserfahrungen
  • Erfahrung im Projektmanagement, besonders in der Abrechnung von Projektfördergeldern und der Akquise von weiteren Förderquellen
  • vorhandenes Netzwerk in Magdeburg wäre schön: Kultur- und Bildungslandschaft, lokale Firmen, Verwaltungen
  • Interesse und Spaß am Medium Spiel, egal ob Brettspiel, Smartphone oder am Computer
  • Interesse für Methoden der kulturellen und digitalen Bildung, sowie Spaß an der Arbeit mit Gruppen
  • Bisherige Schwerpunkte im Themenkosmos: urban gaming, making, urbanes Lernen,  Stadtentwicklung
  • Sicheres Auftreten vor und Anleiten von Gruppen mit jungen Menschen mit unterschiedlichen Biografien und Bedürfnissen
  • Ideen den öffentlichen Raum Magdeburgs spielerisch zu nutzen
  • Teamfähigkeit, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Kontakt­freu­dig­keit, Sozialkompetenz, Belastbarkeit, Durchhaltevermögen
  • Sehr gute englische Sprachkenntnisse

Dienstsitz ist in der Stadt Magdeburg. Die Tätigkeit ist auf 12 Monate befristet, das Projektteam besteht aus Projektleitung und Projektmitarbeiterin, mit einer Arbeitszeit von jeweils 32 Stunden und zeitweise Praktikant*innen.

Es werden nur Bewerbungen per E-Mail im PDF-Format (insgesamt eine PDF mit maximal 5 mb) akzeptiert. Bei Einladung zu einem Bewerbungsgespräch können die Reisekosten leider nicht erstattet werden. Die Vorstellungs­ge­spräche finden voraussichtlich in der KW 18 und 19 statt. Ihre  Bewerbung richten Sie bitte bis spätestens zum 30. April 2018 an: bewerbung@lkj-sachsen-anhalt.de. Die Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Vorstand und den Zuwendungsgeber.

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Bewerber*innen unabhängig von Alter, Geschlechtsidentität, zugeschriebener Behinderung, Religion, Herkunft, Nationalität oder sexueller Identität.
Der Arbeitsplatz ist eingeschränkt barrierefrei zugänglich. Für weitere Informationen zum Arbeitsplatz können Sie uns kontaktieren. Gerne informieren wir über Möglichkeiten der Anreise.
Die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. engagiert sich extern und intern gegen Diskriminierung und für ein gleichberechtigtes Miteinander. Über die tägliche Arbeit hinaus arbeitet die .lkj) Sachsen-Anhalt e.V. im Rahmen einer internen Arbeitsgruppe an der stetigen Entwicklung hin zu einer inklusiven Arbeitgeberin.

 

.lkj) – Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V.

Brandenburger Str. 9

39104 Magdeburg

Ansprechpersonen: Franziska Dusch und Axel Schneider

Telefon 0391-2445167 oder 2445160 Web: www.lkj-sachsen-anhalt.de und www.powgames.de

Gegen ein Klima der Angst und Denunziation! Aufruf zum Mitzeichnen

Aufruf für Demokratie!

Ein breites Bündnis von Akteur*innen aus Kultur, Gewerkschaft, Jugendhilfe,Wohlfahrt und Kirche weist die diffamierenden Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurück!

Magdeburg, 19. März 2018 – Viele Menschen engagieren sich bei zivilgesellschaftlichen Trägern, in Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Parteien und lokalen Initiativen für eine demokratische Alltagskultur. Dieses Engagement in Kultur, Bildung, Wohlfahrtspflege, Kirche und Gewerkschaft wird insbesondere durch rechtspopulistische Akteure diffamiert und in Frage gestellt.
Seit der Landtagswahl vor zwei Jahren verfügt dieser Angriff auf die demokratische Zivilgesellschaft mit der AfD-Fraktion über ein parlamentarisches Podium. Ob durch Redebeiträge im Plenum, durch Kleine und Große Anfragen zu einzelnen Trägern oder durch das Einsetzen einer Enquete-Kommission gegen „Linksextremismus“ – stets werden parlamentarische Kontrollinstrumente durch die AfD genutzt, um das solidarische und vielfältige Miteinander, das eine demokratische Gesellschaft ausmacht, in Frage zu stellen.
Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Trägern will das nicht länger hinnehmen und setzt diesem undemokratischen Agieren ein deutliches Signal entgegen. Die Akteur*innen leisten mit ihrem Engagement einen zentralen Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Sie engagieren sich für die Menschen und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Rassismus und Rechtspopulismus haben in diesem Wirken der Träger keinen Platz. Gleichzeitig rufen die zivilgesellschaftlichen Akteur*innen all jene, die an diesen Werten festhalten, auf, derartige Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurückzuweisen und das notwendige Engagement für eine lebendige Demokratie und ein lebenswertes Sachsen-Anhalt – auch und gerade im Landtag – zu verteidigen.
Die Position „Gegen ein Klima der Angst und Denunziation“ wird von 54 Trägern als Erstunterzeichner*innen getragen. Weitere Informationen – auch zum Mitzeichnen der Erklärung – finden sich hier: www.zivilgesellschaft-sachsen-anhalt.de.

Der Aufruf im Wortlaut:

Gegen ein Klima der Angst und Denunziation
Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurückweisen
In den Reihen der zivilgesellschaftlichen Träger, in den Parteien von CDU bis Linkspartei, in Gewerkschaften, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden engagieren sich unzählige Menschen gemeinsam für eine demokratische Alltagskultur in Sachsen-Anhalt. Voraussetzung dafür ist ein gesellschaftliches Klima, das die Freiheit jedes und jeder Einzelnen, den Schutz vor Gewalt, die Anerkennung von Vielfalt und eine Kultur des Respekts garantiert. Im Rahmen einer solchen Kultur sind wir jederzeit bereit, unsere Arbeit sachlich zu erläutern, in einen fachlichen Austausch zu treten und Kritik offen zu begegnen.
Mit ihren parlamentarischen Redebeiträgen, Anfragen an die Landesregierung oder auch der Einrichtung einer Enquete-Kommission „Linksextremismus“ sucht die AfD allerdings nicht die sachliche Auseinandersetzung, sondern greift zivilgesellschaftliche Träger und staatliche Institutionen an und verunglimpft sie. Damit wird ein Klima des Misstrauens und der Denunziation gefördert.
Treffen können diese Angriffe alle, die für eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft stehen und von der AfD als politische Gegner und Gegnerinnen ausgemacht werden – von den demokratischen Parteien über Kirchen und Gewerkschaften bis hin zu den Wohlfahrtsverbänden und anderen Trägern der Zivilgesellschaft.
Die gezielte Verbreitung von Gerüchten und Unterstellungen diskreditiert nicht nur unsere Arbeit, sondern stellt einen kaum verhohlenen Angriff auf die grundlegenden demokratischen Werte dar.
Wir fordern all jene, die an diesen Werten festhalten, auf, derartige Angriffe auf die pluralistische Zivilgesellschaft zurückzuweisen und das notwendige Engagement für eine lebendige Demokratie und ein lebenswertes Sachsen-Anhalt zu verteidigen.

Die Erstunterzeichner:

1. AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V.
2. Aktion Musik e.V.
3. Aktion Musik/local heroes e.V.
4. Alternatives Jugendzentrum Dessau e.V.
5. ARTIST e.V. Magdeburg (Moritzhof)
6. Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
7. AWO Landesverband Sachsen-Anhalt
8. BDKJ Diözesanverband Magdeburg
9. Bernd Wolff
10. Bischof Dr. Gerhard Feige, Bistum Magdeburg
11. bejm – bund evangelischer jugend mitteldeutschland für die evangelischen Jugendverbände
12. Cornelia Heyse
13. Der Paritätische Sachsen-Anhalt
14. Deutsche Orchestervereinigung e.V.
15. Diakonie Mitteldeutschland
16. djo-Deutsche Jugend in Europa
17. Eine-Welt-Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V.

18. Evangelische Hoffnungsgemeinde
19. Evangelischer Kirchenkreis Magdeburg
20. Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.
21. Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.
22. GEW Sachsen-Anhalt
23. ijgd
24. Ilse Junkermann, Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
25. Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt
26. Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.
27. KinderKunstForum e.V.
28. KinderStärken e.V. – Institut an der Hochschule Magdeburg-Stendal
29. Kirchenpräsident Liebig (Dessau)
30. Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.
31. Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt e.V.
32. LAGFA Sachsen-Anhalt e.V.
33. Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt
34. Landesverband Offene Kanäle Sachsen-Anhalt e.V.
35. Landeszentrum Spiel & Theater Sachsen-Anhalt e.V.
36. Ländliche Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt e.V.
37. LASSA e.V. (Landesverband Soziokultur in Sachsen-Anhalt)
38. .lkj) Sachsen-Anhalt e.V.
39. Martina Klein, Oberkirchenrätin in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
40. Matthias Brenner
41. Miteinander e.V.
42. Multikulturelles Zentrum Dessau
43. Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.
44. Paritätisches Jugendwerk Sachsen-Anhalt
45. Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Landeskirche in Mitteldeutschland
46. Propst Christoph Hackbeil, Regionalbischof im Propstsprengel Stendal-Magdeburg
47. Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Merseburg
48. Projekt gegenPart – Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt
49. Siegfried von der Heide
50. Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt
51. Susanne Wiedemeyer, DGB Sachsen-Anhalt
52. ver.di Bezirk Sachsen-Anhalt Nord
53. ver.di Bezirk Sachsen Anhalt Süd
54. ver.di Landesbezirk Sachsen-Sachsen-Anhalt-Thüringen

Die Möglichkeit zur Mitzeichnung:  www.zivilgesellschaft-sachsen-anhalt.de

MIXED UP 2018 Bundeswettbewerb für kulturelle Bildungspartnerschaften

MIXED UP Wettbewerb
Postkarte zum Wettbewerb

Neues Jahr – neue Chance: der Bundeswettbewerb für kulturelle Bildungspartnerschaften MIXED UP geht an den Start!

Gesucht werden Kooperationen zwischen Akteuren der kulturellen Kinder- und Jugendbildung und Schulen bzw. Kindertagesstätten, die sich mit gemeinsamen Projekten für mehr Teilhabe, Jugendgerechtigkeit und eine qualitätsvolle Ganztagsbildung einsetzen – lokal wie international.

Neun Preise in Höhe von jeweils 2.500 Euro warten auf die Gewinnerteams. Bis zum 15. Mai 2018 können Bewerbungen online eingereicht werden unter mixed-up-wettbewerb.de. Alle Informationen zum Wettbewerb (PDF): bkj.nu/mixedup18

Postkarte und Informationsflyer zum Download: mixed-up-wettbewerb.de/downloads.html

 

Kultur-, bildungs- und jugendpolitische Positionen

BKJ-LogoGesellschaftlicher Zusammenhalt fußt auf kultureller und sozialer Teilhabe! Wer in Jugend, Kultur und Bildung investiert, stärkt die Grundlagen für Demokratie und Chancengerechtigkeit!

Kultur-, bildungs- und jugendpoltische Positionen unseres Bundesverbandes BKJ e. V.

 

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), der Dachverband der Kulturellen Bildung mit 56 Bundesfachverbänden und Landesdachorganisationen, stellt mit Sorge fest, dass der kulturelle und demokratische Zusammenhalt in Deutschland und Europa gefährdet ist. Rechtspopulismus und Radikalisierungstendenzen sowie die Ablehnung von Diversität und Inklusion stellen Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaftsordnung offen in Frage.

Zufriedenheit mit Demokratie hängt von Teilhabechancen ab: den Möglichkeiten, Gesellschaft mitzugestalten, der wirtschaftlichen Lage und den Zukunftsperspektiven, die Menschen entwickeln können.

Die Möglichkeiten für all dies sind jedoch ungleich verteilt. Die unterschiedlichen Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen werden zu wenig berücksichtigt. Vielen Menschen wird der Zugang zu dem verwehrt, was gesellschaftliches Leben im Alltag ausmacht: das eigene Lebensumfeld und damit auch die Gesellschaft mitzugestalten.

Unser Bildungssystem, die Angebote der formalen und nonformalen Bildung und auch die Möglichkeiten der Kulturellen Bildung bieten grundsätzlich gute Rahmenbedingungen für das Aufwachsen junger Menschen – aber nicht für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland! Dagegen müssen wir arbeiten – in einer Verantwortungsgemeinschaft aus Staat und Zivilgesellschaft.

Kulturelle Bildung kann einen wichtigen Beitrag leisten – für mehr kulturelle und soziale Teilhabe und gerechtere Bildungschancen. Dafür brauchen ihre Akteur/in- nen verlässliche Strukturen und Förderung.

Wir fordern daher von der Bundespolitik: 

Den Wert zivilgesellschaftlicher Strukturen für Demokratie und Zusammenhalt anerkennen

Für den demokratischen Zusammenhalt sind zivilgesellschaftliche Strukturen, die in der Praxis der Menschen vor Ort wurzeln, unverzichtbar. Die Organisationen der Kulturellen Bildung, Vereine, Verbände und Initiativen, sind solche Strukturen. Sie orientieren sich an der Vielfalt von Lebenslagen und Lebensorten. Ihre Reichweite, ihre Relevanz und ihre Nachhaltigkeit muss die Bundespolitik stärker als bisher anerkennen und unterstützen. Denn insbesondere freie Träger Kultureller Bildung schaffen mit ihrer Praxis Orte gesellschaftlicher Aushandlung. Sie bieten Gelegenheiten, um kulturellen und gesellschaftlichen Konsens kontinuierlich zu erarbeiten und zu leben. Damit machen sie Strukturen und Wege der politischen Mitbestimmung erfahrbar und schaffen eine wichtige Basis für Demokratie und Zusammenhalt.

Infrastrukturen der Kulturellen Bildung sichern und partnerschaftlich zusammenarbeiten

Voraussetzung dafür, dass zivilgesellschaftliche Strukturen der Kulturellen Bildung für Demokratie und Zusammenhalt wirksam werden können, ist die Sicherung ihrer Handlungsfähigkeit und Unabhängig- keit. Es ist wichtig, dass die „Weisheit der Vielen“ Gehör findet und ihre Forderungen ernstgenommen werden. Programme und Projekte der Kulturellen Bildung sollten daher nicht vorrangig staatlich gesteuert werden, sondern im Sinne der Subsidiarität und Partnerschaftlichkeit gemeinsam gestaltet werden. Wir fordern eine konsequente Orientierung am Subsidiaritätsprinzip und eine verlässliche Förderung der Fachstrukturen Kultureller Bildung, um deren Unabhängigkeit zu sichern.

Kooperationsverbot von Bund und Ländern in den Bereichen Kultur und Bildung abschaffen

Verantwortungsgemeinschaften von Bund und Ländern sind dringend nötig, um kul turelle Teilhabe und Bildungschancen zu verbessern. Das Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Bildungs- und Kulturbereich muss abgeschafft werden.

Insbesondere an die Kinder- und Jugendpolitik des Bundes richtet die BKJ die Forderungen:

Inklusive kulturelle Bildungslandschaften durch Strukturen und Programme ermöglichen

Die Träger der Kulturellen Bildung wollen einen Beitrag zur Verwirklichung des Zieles einer inklusiven Gesellschaft leisten, in der jeder Mensch mit allen Facetten seiner Persönlichkeit anerkannt ist und selbstverständlich teilhaben kann. Dafür müssen die Angebote und die Strukturen Kultureller Bildung weiter entwickelt und geöffnet werden. Zudem muss die Zusammenarbeit von außerschulischer Jugendarbeit, sozialräumlichen Partnern, Familien und Schulen durch Netzwerke und Quali tätssicherung verbessert werden. Dies ist die Voraussetzung, um chancengerechtes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Schnittfeld von informellen, nonformalen und formalen Bildungswelten zu unterstützen. Gebraucht werden mehr Möglichkeiten für Qualifizierung und die Weiterentwicklung von Methoden, Strukturen und Kommunikationspraxen.

Kulturelle Bildung von Anfang an ermöglichen

Um Kindern von Anfang an kulturelle Teilhabe und individuelle Förderung zu ermöglichen, muss Kulturelle Bildung in Kitas und der Eltern- und Familienbildung gestärkt werden. Gute kulturelle Bildungspraxis ist ein wesentlicher Motor für die Weiterentwicklung der Qualität von Kitas, denn ästhetische Bildung ist ein wesentliches Element frühkindlicher Bildung und Entwicklung. Benötigt wird eine Förderung für Implementierung, Qualifizierung und Vernetzung einer kulturellen Bildungspraxis mit jüngeren Kindern. Die lebendige Kooperationspraxis von kulturellen Partnern und Kitas muss stärker als bisher gefördert werden.

Mindestens 12 Mio. Euro für Kulturelle Bildung im KJP

Durch den Anspruch, vielfältigen Lebens- lagen junger Menschen und aktuellen gesellschaftliche Herausforderungen gerecht zu werden, haben sich die Aufgaben der Träger Kultureller Bildung deutlich ausgeweitet und sind komplexer geworden. Diesem Verantwortungszuwachs muss die Bundesjugendpolitik ebenso Rechnung tragen wie einem notwendigen Ausbau der Infrastruktur. Insbesondere in den letzten Jahren neu aufgebaute Fachstrukturen innovativer Praxisformen Kultureller Bildung, die viele Kinder und Jugendliche erreichen können, müssen endlich auch strukturell abgesichert werden. Die Bundesjugendpolitik muss mit einem Aufwuchs der Förderung der Kulturellen Bildung im Kinder- und Jugendplan auf mindestens 12 Mio. Euro ein deutliches jugendpolitisches Zeichen setzen.

FSJ und Bundesfreiwilligendienst: Bundes- mittel sichern und ESF-Förderung stärken

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst im Kulturbereich müssen qualitativ weiterentwickelt werden – insbesondere in Hinsicht auf Inklusion. Und sie müssen quantitativ abgesichert werden durch die Bereitstellung der notwendigen Bundesmittel für den kulturellen Bereich und die Fortführung der struktursichernden Förderung aus ESF-Mitteln. Der internationale Jugendfreiwilligendienst muss ausgebaut werden.

Eine Flexibilisierung der Vollzeitdienstpflicht in den Freiwilligendiensten für alle Altersgruppen ist dringend notwendig, um Teilhabemöglichkeiten zu verbessern. Die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen für die Freiwilligendienste müssen verbessert werden.

Ehrenamtliches Engagement

Kinder- und Jugendkultur erzeugt sogenannte „öffentliche Güter“, indem bürgerschaftliches Engagement sich partizipatorisch in die Gesellschaft einbringt. Auch im kulturellen Bereich muss das Ehrenamt von Bürokratie entlastet und bei Gesetzesvorhaben im Sinne eines Engagementchecks berücksichtigt werden.

Die internationale und die europäische Dimension der kulturellen Jugendbildung ausbauen

In einer globalisierten Welt haben Kinder und Jugendliche das Recht, Bildungsmöglichkeiten vorzufinden, die ihnen die Erfahrung der Internationalität, Komplexität und der Mobilität ermöglichen. Die Bundesjugendpolitik muss Organisationen der Kulturellen Jugendbildung finanziell dabei unterstützen, im Rahmen von professionellen Organisationsentwicklungsprozessen eine verbandliche Europäisierung oder Internationalisierung umzusetzen. Diese sollen es ihnen ermöglichen, jungen Menschen durch gemeinschaftliche Mobilitätserfahrungen ein europäisches und weltoffenes Bewusstsein zu vermitteln, das sie befähigt, den zunehmenden frem- denfeindlichen Tendenzen in den Ländern Europas entgegenzutreten. Die Bundesjugendpolitik sollte durch ein gezieltes Förderprogramm zur Europäi- sierung/Internationalisierung die internationale Dimension der Fachorganisationen der Kulturellen Bildung inhaltlich und strukturell stärken.

An die Bildungspolitik des Bundes richtet die BKJ die Forderungen:

Orte und Plattformen für einen wirkungsvollen Praxis-Forschungsdialog ermöglichen

Forschung für Kulturelle Bildung muss den Bedarf und die Erfahrung der bundesweiten Praxisfelder aufgreifen, um in der Praxis Wirkung zu entfalten. Damit dievorhandenen Erkenntnisse gehoben und nutzbar werden, brauchen Forschung, Fachstrukturen und Praxis Orte und Platt- formen für einen systematischen Dialog. Dieser ist erforderlich, um unterschiedliche Wissensformen zu reflektieren und miteinander zu verbinden. Ein solcher Forschung-Praxis-Dialog muss gemeinsam von Bundesbildungspolitik und Fachstrukturen erarbeitet werden.

Kulturelle Bildungsangebote und Vernetzung vor Ort weiterentwickeln

Das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ muss in seiner zweiten Phase in der Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Staat durch zusätzliche Vernetzungs-, Entwicklungs- und Strategieplattformen unterstützt werden, damit die kulturelle Bildungspraxis nachhaltiger für chancengerechtigkeit und Teilhabe wirksam werden kann. Die Bundesbildungspolitik muss zusätzlich und über die Programmdauer hinaus Initiativen und Angebote von Fachstrukturen in enger Zusammenarbeit mit den Ländern und den Kommunen fördern, welche vor Ort die Zusammenarbeit für Kulturelle Bildung stärken, um so zum Bil- dungserfolg beizutragen.

In die Weiterbildung und Qualität für Kulturelle Bildung investieren

Für kulturelle Bildungspraxis übernehmen viele Professionen Verantwortung – individuelle in den jeweiligen nonformalen oder formalen Bildungseinrichtungen ebenso wie in Kooperationsvorhaben. Sie ermöglichen damit altersadäquate Zugänge zu ästhetischen, künstlerischen, spielerischen, medialen und kulturellen Bildungs- und Teilhabeprozessen. Fachkräfte und Einrichtungen sehen sich mit wachsenden professionellen Anforderungen ebenso konfrontiert wie mit einem zunehmenden Interesse an einem breiten

kulturellen Bildungsangebot. Daher muss der Bund in die systematische Weiterentwicklung von Weiterbildungsangeboten und Qualitätssicherungsmaßnahmen investieren. Fachkräfte müssen dabei nicht nur auf eine inklusiv orientierte kulturpädagogische Praxis orientiert werden, sondern auch in ihren interprofessionellen Kompetenzen gestärkt werden.

An die Kulturpolitik des Bundes richtet die BKJ die Forderungen:

Kulturelle Bildung als eine Kernaufgabe von Kulturpolitik verankern

Kultureinrichtungen müssen als Orte der kulturellen Teilhabe und der gesellschaftlichen Verständigung gestärkt und weiter entwickelt werden. Um Integration und als kulturellen Prozess mitzugestalten sind kulturpolitische Impulse für Kulturelle Bildung seitens der Bundeskulturpolitik unverzichtbar. Sie muss Plattformen des Austauschs schaffen, die unter einem zeitgemäßen inklusiven gesellschafts- und kulturpolitischen Leitbild und unter Beteiligung der Akteure Kultureller Bildung auf Bundesebene stattfinden.

Kultureinrichtungen bei der diversitätsbewussten und inklusiven Öffnung unterstützen

Es ist eine langfristige kulturpolitische Aufgabe, den kulturellen Wandel in unserer Gesellschaft gemeinsam mit Initiativen, Kultureinrichtungen und -verbänden zu gestalten. Die Bundeskulturpolitik muss Kultureinrichtungen dabei unterstützen, diversitätsbewusste und diskriminierungssensible Öffnungs- und Veränderungsprozesse voranzutreiben.

Von der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik und der Außenpolitik fordert die BKJ:

Die Bedeutung der Fachorganisationen in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik anerkennen

Auch die Fachorganisationen der Kulturellen Bildung müssen in ihrer Rolle als zivilgesellschaftliche Mittlerorganisationen neben den klassischen Mittlerorganisationen offiziell anerkannt, gestärkt und in die Entwicklung von Strategien der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik eingebunden werden.

Kultureller Bildung in Partnerländern zu mehr Wirksamkeit und politischer Anerkennung verhelfen

Die nicht-formalen Bildungswirkungen von Maßnahmen der international agierenden Fachorganisationen der Kulturellen Bildung müssen durch Formen des fachlichen Austauschs und der Unterstützung beim Aufbau und Erhalt zivilgesellschaftlicher Strukturen neben dem klassischen Kulturaustausch und der Spracharbeit im Sinne eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses eine sichtbare Rolle in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik spielen. Um diese Wirkungen erzielen zu können, müssen u. a. die restriktiven Visaregelungen für Partner aus dem Globalen Süden gelockert werden

Diese Forderungen wurden von der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) am 24. März 2017 in Wandlitz verabschiedet. (Auszug, die vollständige Fassung ist hier nachzulesen.

Film-Doku zum Theaterprojekt „Radikanten & Meer“ jetzt online

Unsere interkulturelle .lkj)-Theatergruppe „Radikanten & Meer“ fuhr vom 23.-27. August zum SommerCamp nach Havelberg. Dort in der „Old School“ wurde fünf Tage intensiv geprobt, gestritten, gelacht und gelebt. Ausgehend von der Problematik, dass die Teilnehmenden viele verschiedene Interessen hatten und sich nicht auf ein Stück oder Thema einigen konnte, entstand schließlich: „Stück oder kein Stück, das ist hier die Frage“  mit Anleihen von  Tschechow, Shakespeare und bei uns selbst. Irene Riyabenka und Reem Al-Rahmoun vom Offenen Kanal Magdeburg waren dabei und drehten eine Doku, die ab sofort in der OK Mediathek oder bei youtube unter diesem Link angeschaut werden kann: https://youtu.be/-FiduPG6FLQ 

 

 

 

 

 

Über die Gruppe:

Junge Menschen aus Afghanistan, Kurdistan (Syrien & Türkei), von der Krim/Ukraine und Deutschland spielen zusammen Theater. Sie bewegen sich und das Publikum auf tastenden Wegen aus Vergangenheit, Flucht und Angst über verworrene Wege der Hoffnung, Liebe und Sinnsuche zur neuen Heimat im Hier und Jetzt zwischen deutscher Theaterkunst, arabischer Tradition, von Brecht über Dürrenmatt bis Shakespeare.

Die Gruppe fand sich im Winter 2016/17 zusammen im Rahmen der .lkj)-Projekte     „Eigene Spuren suchen“ und der Jugendbildungsreferentin Elke Fiege. Vor dem Sommercamp hatte die Gruppe bereits zwei Auftritte, auf dem Teilhabe-Festival „Newroz 2017“ und zuletzt auf dem Ekmagadi-Kunst-Festival Magdeburg.  Weitere Mitspieler*innen fanden erst jetzt im Sommer zur Gruppe, manche mit oder die meisten ohne Theater-Erfahrung! „Stück oder kein Stück, das ist hier die Frage“ wurde am 26. August in Havelberg in der Old School und am 17. September in der Kleinen Markthalle in Stendal im Rahmen der Interkulturellen Woche aufgeführt.

Das Meer spielt bei vielen Lebensgeschichten der Theaterenthusiast*innen eine große Rolle im Guten wie im Schlechten. Radikanten sind Pflanzen, die überall heimisch werden können, Überlebenskünstler wie die frischen Schauspieler*innen aus Magdeburg.

Interessierte können gerne dazukommen!